Kunst

Winckelmann-Museum hat ein neues Ausstellungsprogramm

Viele Besucher kommen für das Wickelmann-Museum extra nach Stendal. Die Leiter hoffen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität nach Corona.

Das Stendaler Winckelmann-Museum bietet in seinem Park viel Kunst und ein Götterzelt für Veranstaltungen.

Stendal

Donald Lyko

Die Besucherzahlen im Januar und Februar vorigen Jahres hatten die Mitarbeiter des Stendaler Winckelmann-Museums auf ein ganz besonders gutes Jahr hoffen lassen. Die Marke von rund 20.000 Gästen schien zum Greifen nahe. Doch dann kamen die Schließungen, die vielen Gruppenanmeldungen waren vom Tisch. Dass es am Ende dennoch rund 9000 Besucher waren, versöhnt Museumsleiterin Dr. Stephanie-Gerrit Bruer ein wenig mit dem wirtschaftlich schwierigen Jahr. Denn die Zahlen der Individualbesucher ist gestiegen, auf bis zu 134 Gäste.

„Viele von ihnen sind extra wegen des Museums aus ganz Deutschland nach Stendal gekommen“, freut sich Prof. Max Kunze, Präsident der Winckelmann-Gesellschaft, der Trägerin des Museums. Das wurde in den vergangenen Jahren umfangreich saniert und umgebaut. Dauerausstellung, Familienmuseum und Parkbereich mit Trojanischem Pferd wurden neu konzipiert und gestaltet.

Hoffen auf Zeit nach Corona

In der Hoffnung, dass in den kommenden Monaten wieder mehr Normalität einzieht, hat das Winckelmann-Museum einige interessante Ausstellungen vorbereitet. Die nur bis Januar geplante Schau „Faust in Edelstein“ wurde bis zum 20. Juni verlängert. Sie zeigt Kameen mit Darstellungen von Goethes Werk. Im April soll bereits die Ausstellung „Diese Katze ist die Sonne selbst“ eröffnet werden, eine Kooperation mit dem Liechtensteinischen Landesmuseum Vaduz. Sie widmet sich einer wunderbaren Freundschaft und präsentiert Katzendarstellungen aus verschiedenen Epochen. Katzenliebhaber aus Stendal und Umgebung werden nicht nur als Besucher eingeladen, sondern können selbst aktiv werden: Fotos ihrer Vierbeiner sollen Teil der Ausstellung werden.

Von Mitte Juli bis Mitte Oktober ist geplant, den Fries des bekannten Pergamonaltars im Park des Winckelmann-Museums lebendig werden zu lassen. Der Versuch einer Rekonstruktion werde „eine kreative und wissenschaftliche Spielerei“, kündigt Max Kunze an. Weitere Ausstellungen sind bereits geplant.