Progroup betreibt auch Werk in Burg

Eisenhüttenstädter Papierfabrik wird eröffnet

Eisenhüttenstadt/Burg (dpa/ts). Eineinhalb Jahre nach dem Produktionsstart ist gestern die Papierfabrik im ostbrandenburgischen Eisenhüttenstadt offiziell eröffnet worden. Die nach Angaben der rheinland-pfälzischen Progroup AG größte Papierfabrik Deutschlands produziert Wellpapperohpapier für Verpackungen. Mit der neuen Papiermaschine seien bereits zwei Weltrekorde gelungen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Progroup AG, Jürgen Heindl. So habe sie beispielsweise mehr als 30 Stunden lang kontinuierlich pro Minute 1650 Meter Papier hergestellt.

In der Fabrik mit eigenem Kraftwerk sind 175 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtinvestition betrug 700 Millionen Euro. Bund und Land förderten den Ausbau der Infrastruktur für die Fabrik mit 34 Millionen Euro. Im laufenden Jahr will das Unternehmen 600000 Tonnen Wellpapperohpapier herstellen.

Ursprünglich sollte die Fabrik als Betriebserweiterung der Progroup-Papierfabrik in Burg (Jerichower Land) gebaut werden. Heftige Diskussionen im Stadtrat und in der Bevölkerung zum Bau einer erforderlichen Wasserleitung Richtung Elbe ließen jedoch das Unternehmen nach einem anderen Standort Ausschau halten.