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Silvester Ruhig in Magdeburg, Schüsse im Salzland

Die Silversternacht verlief in Sachsen-Anhalt aus Sicht der Polizei weitgehend ruhig. In Neugattersleben wurde auf Feiernde geschossen.

01.01.2018, 08:15

Halle (mg/dpa) l Sachsen-Anhalt ist weitgehend friedlich das Jahr 2018 gestartet. Es habe keine schweren Vorkommnisse gegeben, hieß es am Neujahrstag bei den Polizeidirektionen im Land. Der Abend sei sehr ruhig und übersichtlich verlaufen, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Nord. Bei der Polizeidirektion Ost wurden kleine Sachbeschädigungen registriert. Im Bereich der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd rückten in der Silvesternacht Beamte zu 147 Einsätzen aus. 54 Menschen wurden verletzt, wie die Behörde mitteilte. Es wurden 41 Körperverletzungsdelikte und 23 Sachbeschädigungen registriert.

 Allein in Halle gab es 54 Einsätze. 26 Verletzte und ein Fall von Landfriedensbruch wurden registriert, bei dem Rettungskräfte attackiert wurden. Kurz nach Mitternacht rückten Rettungskräfte auf dem Markt zu einem Einsatz für eine hilfslose Person an. Aus einer Gruppe Betrunkener flog Pyrotechnik in Richtung Retter und Polizeibeamten. Gegen mehrere Personen wurde Anzeige erstattet. Im Burgenlandkreis gab es bei 28 Polizei-Einsätzen zehn Verletzte, im Landkreis Mansfeld-Südharz bei ebenso vielen Einsätzen sieben. Im Saalekreis bemerkten die Beamten bei 27 Einsätzen acht Verletzte. Das Bundesautobahn-Polizeirevier Weißenfels rückte zu zehn Einsätzen mit drei Verletzten aus.

Aus Sicht der Magdeburger Polizei verlief die Silvesternacht weitestgehend friedlich. Schwerpunkte waren dabei der Hasselbachplatz mit mit zeitweise bis zu 450 feiernden Personen, die Sternbrücke, an der sich bis zu 400 Personen aufhielten sowie der Olvenstedter Platz. Die Polizei stellte Körperverletzungsdelikte, Verstöße gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz  sowie Sachbeschädigung fest. 17 Ermittlungsverfahren wurden in Magdeburg eingeleitet. In den Städten Quedlinburg und Wernigerode war die Polizei verstärkt unterwegs, um auf die Einhaltung des Böllerverbotes in den historischen Kernen der Städte zu achten.

Im Salzlandkreis wurde ein 31-Jähriger auf dem Parkplatz der Galgenschlucht in Neugattersleben angeschossen. Zunächst wurde er am Bein, dann am Kopf getroffen. Es stellte sich heraus, dass er von einer Diabolo-Kugel getroffen wurde. Dank Zeugenaussagen konnte ein 59-Jähriger ausfindig gemacht werden. Der Anwohner soll mit einer Luftdruckwaffe auf die feiernde Personengruppe geschossen haben. Die Polizei zog die Waffe ein. Gegen den Neugatterslebener wird durch die Kriminalpolizei ermittelt.

Im Landkreis Stendal verlief der Jahreswechsel 2017/18 eher ruhig, teilt das örtliche Polizeirevier mit. In Tangerhütte brannte jedoch die Gaststätte "Artemis" komplett ab. Die Polizei geht von einem Sachschaden von 150.000 Euro aus. Die Brandursache ist noch unbekannt.

Hier geht es zum Kommentar von Alois Kösters zu Strafen nach Übergriffen auf Polizei und Rettungskräfte.