Magdeburg l Kein Weihnachtseinkauf auf den letzten Drücker: In Sachsen-Anhalt wird es an Heiligabend nicht möglich sein, in Geschäften Geschenke zu besorgen. Wie das Wirtschaftsministerium der Volksstimme bestätigte, ist es per Gesetz ausgeschlossen, dass es an Heiligabend einen verkaufsoffenen Sonntag gibt.

Die Regelung der Ladenschlusszeiten ist Ländersache. Eine zeitlich befristete Öffnung an Heiligabend ist in einzelnen Bundesländern wie etwa Nordrhein-Westfalen zulässig.

Die Gewerkschaft Verdi hatte am Wochenende vor dem Hintergrund einer möglichen Sonntagsöffnung an Heiligabend zu einem Einkaufsverzicht aufgerufen. „Die Einzelhandelsbeschäftigten wollen sich wie jeder andere auf das Weihnachtsfest vorbereiten und gemeinsam mit ihren Familien feiern. Wenn Heiligabend dieses Jahr ein Sonntag ist, ist die Überlegung, gerade an diesem Tag die Sonntagsöffnungszeiten anwenden zu wollen, unglaublich zynisch“, sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Die Gewerkschaft forderte die Verbraucher dazu auf, zu den Zeiten einzukaufen, zu denen es für die Beschäftigten im Handel "auch human" sei.

Zuvor hatte bereits der Discounter Aldi mitgeteilt, seine Filialen zum Finale der umsatzstarken Weihnachtswoche am 24.12. bundesweit geschlossen zu halten. Bei Rewe hieß es, von den zusammen mehr als 5000 Supermärkten der Ketten Rewe und Penny blieben lediglich die sogenannten Filialmärkte komplett geschlossen. Die rund 1200 selbstständigen Kaufleute im Rewe-Netz könnten dagegen in Eigenregie entscheiden.

Infografik: 43% erledigen Weihnachtseinkäufe im November | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista