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Insomnie Sachsen-Anhalter leiden unter Schlafproblemen

Nur ein Viertel der Beschäftigten in Sachsen-Anhalt findet einen erholsamen Schlaf. Schuld ist vor allem Stress auf der Arbeit.

27.04.2017, 09:03

Magdeburg (dpa) l Nach einem Arbeitstag erholsamen Schlaf finden: Das gelingt in Sachsen-Anhalt einer aktuellen Studie zufolge nur einem Bruchteil der Beschäftigten. In einer repräsentativen Befragung für den Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK Gesundheit gaben drei Viertel der Teilnehmer an, im zurückliegenden Monat Probleme beim Ein- oder Durchschlafen gehabt zu haben. Hochgerechnet auf alle Erwerbstätigen entspreche das 780.000 Betroffenen im Land, teikte die DAK mit. Damit habe sich das Problem im Vergleich zu 2009 deutlich vergrößert. Damals hatten weniger als die Hälfte der Befragten angegeben, Schlafstörungen zu haben.

Bei jedem zehnten befragten Arbeitnehmer in Ostdeutschland seien die Schlafstörungen sogar als Krankheit einzustufen. Bei der sogenannten Insomnie schlafen die Betroffenen mindestens dreimal pro Woche schwer ein, leiden unter einer schlechten Schlafqualität und fühlen sich auch tagsüber müde und erschöpft. Doch trotz der großen Beeinträchtigungen gehe kaum einer der befragten Betroffenen zum Arzt, teilte die DAK weiter mit.

Es gebe mehrere Risikofaktoren, die krankhafte Schlafstörungen begünstigten. Wer häufig an der Grenze der Leistungsfähigkeit arbeite, Termindruck habe oder viele Nachtschichten und Überstunden leiste, sei besonders gefährdet. "Schlafstörungen werden leicht unterschätzt", erklärte DAK-Landeschefin Ramona Kann. "Viele Menschen haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen." Dabei könne chronisch schlechter Schlaf der Gesundheit ernsthaft schaden. Bei Schlecht-Schläfern steige auf lange Sicht das Risiko für Stoffwechsel- oder emotionale Störungen, Bluthochdruck oder Herzschäden, so die DAK.