Schönebeck l Ein Schwerlasttransporter mit einem Bundeswehrpanzer "Marder" sorgte Mittwochvormittag auf der Autobahn 14 zwischen Schönebeck und Magdeburg für Aufsehen. Nach Angaben des zuständigen Logistikunternehmens war der Laster in Richtung Magdeburg unterwegs, als der Fahrer im nachfolgenden Sicherheitsfahrzeug bemerkte, dass sich an zwei Rädern des Aufliegers Radmuttern lösten und der Transport ins Trudeln kam.

Über Funk wurde der Fahrer des Schwerlasters gewarnt. Dieser konnte seine knapp 60 Tonnen schwere Anhängerlast sicher auf und neben dem Standstreifen zum Stehen bringen. Über die Polizei und die Autobahnmeisterei wurde die A14 bis auf eine Spur gesperrt und der Verkehr am Panzer vorbeigeführt. Damit gingen die eigentlichen Probleme aber erst richtig los, so Frank Bobertz, vom Sicherheitsteam des Transports.

Während die eigentliche Reparatur nur knapp eine Stunde dauerte, entwickelte sich die Arbeit der Männer auf der vielbefahrenen A14 zum unkalkulierbaren Risiko. Das Team berichtet, dass die Leute auf der freigegebenen Überholspur bremsten, nur um Fotos zu machen. Obwohl die Mitarbeiter extra ihr Begleitfahrzeug als Sichtschutz nutzten, haben Pkw-Fahrer dieses umfahren, haben gehalten und Bilder von dem Panzer und den Arbeitern gemacht.

Bobertz: "Diese blöde Gafferei - die geht einem auf den Keks." Und sie ist gefährlich, denn in der Vergangenheit gab es in Deutschland immer wieder schwere Unfälle wegen Gaffern. Einige Experten fordern daher, bei Unfällen und schwierigen Bergungen die Autobahnen voll zu sperren. In diesem Fall konnte der reparierte Schwerlasttransport später seine Fahrt fortsetzen. Nach etwa vier Stunden wurde die Autobahn 14 wieder vollständig freigegeben.