Halle (dpa) l Es bestehe der dringende Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs, die Männer seien in Untersuchungshaft, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Freitag. Der Schaden beläuft sich nach Aussage des Sprechers vermutlich auf einen niedrigen fünfstelligen Euro-Betrag.

Die Männer zwischen 28 und 34 Jahren sollen als reisende Tätergruppe "minderwertige Leistungen zu überhöhten Preisen im Bereich Haus- und Gartenbau" angeboten haben, teilte die Polizei mit. Sie gaben sich demnach mutmaßlich als Unternehmen mit angeblich regionalem Geschäftssitz aus, in dessen Namen sie regionale Zeitungen mit der Verteilung von Werbung beauftragten. Anschließend sei mit den Auftragsarbeiten bei den meist älteren Opfern begonnen worden.

Vor Beendigung der Arbeiten hätten sich die Verdächtigen die vereinbarte Geldsumme unter verschiedenen Vorwänden auszahlen lassen. Daraufhin sollen sie den Ermittlungen zufolge nicht mehr bei den Auftraggebern erschienen sein. Beamte der Kriminalpolizei in Halle hatten die Haftbefehle am Mittwoch in Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern Bayern und Nordrhein-Westfalen vollstreckt.