Magdeburg (dpa) l Die Silvesternacht in Sachsen-Anhalt ist nach vorläufiger Einschätzung der Polizei ohne außergewöhnliche Vorfälle abgelaufen. Aus dem Lagezentrum in Magdeburg hieß es, die Nacht sei ruhig und "sehr entspannt" gewesen.

Größere Einsätze habe es nicht gegeben. Dafür hatten die Einsatzkräfte der Feuerwehr laut eigener Aussage "die Hände voll zu tun". Die Brandbekämpfer in der Landeshauptstadt mussten in der Nacht 58 Mal ausrücken. Meist seien Feuerwerkskörper die Ursache gewesen.

Aus dem Lagezentrum in Stendal hieß es, der Jahreswechsel sei "wider Erwarten ruhiger als letztes Mal" abgelaufen. Es habe deshalb auch erheblich weniger Einsätze im Bereich der Polizeidirektion gegeben. Ähnlich äußerte sich auch ein Polizeisprecher in Dessau-Roßlau.

Im Raum Halle verzeichnete die Polizei insgesamt 134 Einsätze, darunter mehr als 30 Körperverletzungen, zahlreiche Sachbeschädigungen und einige Brände. Allein in Halle rückten die Beamten 54 Mal aus.

Einen größeren Einsatz gab es in Allstedt (Landkreis Mansfeld-Südharz), wo am Silvesterabend eine Scheune in Brand geriet. Ursache war laut Polizei vermutlich eine Silvesterrakete. Es entstand ein Schaden in Höhe von 75.000 Euro.

Extraschicht für Müllarbeiter

In Halle haben Mitarbeiter der Stadtwirtschaft damit begonnen, mit Kehrmaschinen und Besen die Überreste von Silvester in der Innenstadt wegzuräumen. Dafür legten die Müllarbeiter nach Unternehmensangaben am Morgen eine Extraschicht ein.

Es werde für den Neujahrstag mit etwa 15 Tonnen Silvestermüll gerechnet, am Ende zwischen 17 und 22 Tonnen Müll, die entsorgt werden müssten, teilte eine Sprecherin der Stadtwerke am Mittwoch mit. Der Aufwand werde für die Mitarbeiter immer größer. Grund dafür sei, dass mehr Raketenbatterien entsorgt werden müssten, die nicht in die Kehrmaschinen passten. Deshalb werde dieser Müll von Hand aufgelesen.