Wernigerode/Magdeburg (dpa/sa) l Die heißen Sommertemperaturen sorgen in Sachsen-Anhalt für eine hohe Belastung mit Ozon. Am Mittwoch wurde schon in den Mittagsstunden an mehreren Orten im Land der Messwert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter überschritten, wie das Landesamt für Umweltschutz mitteilte. Diese Konzentration könne für vorgeschädigte Menschen wie Allergiker und Asthmatiker gesundheitliche Auswirkungen haben. Sie sollten Anstrengungen vermeiden. Auch gesunden Menschen empfahl das Amt, Sport und anstrengende Arbeiten möglichst in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen.

Besonders hoch war die Ozon-Belastung laut Mitteilung zunächst im Harz. Wernigerode (193 Mikrogramm pro Kubikmeter), Halberstadt (182) und Friedrichsbrunn (182) hatten die Meldegrenze schon um 12.00 Uhr überschritten. Das sei ungewöhnlich früh, sagte Torsten Bayer, Experte des Landesamts.

Die Belastung mit Ozon sei erfahrungsgemäß in den Nachmittagsstunden am höchsten. Das Amt rechnet damit, dass der Meldewert in weiteren Orten überschritten werde. Hohe Konzentrationen wurden am Mittag auch aus Bitterfeld-Wolfen (172), Wittenberg (172), dem Magdeburger Westen (167) sowie dem Brocken (165) gemeldet.

Ozon ist ein Reizgas, das auf die Atemwege wirkt. Intensive Sonneneinstrahlung regt die Bildung an. Auch Stickoxide, etwa von Auto- oder Industrieabgasen sowie flüchtige Kohlenwasserstoffe sind für die Ozonbildung nötig, wie die Behörde erklärte.