Sondierungsgespräche sollen nächste Woche starten

Von dpa
Ministerpräsident Reiner Haseloff und CDU-Landesvorsitzende Sven Schulze.
Ministerpräsident Reiner Haseloff und CDU-Landesvorsitzende Sven Schulze. Bernd Von Jutrczenka/dpa/Archivbild

Magdeburg - Die Sondierungen für eine Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt sollen in der kommenden Woche beginnen. „Diese Woche passiert nichts mehr“, sagte CDU-Landeschef Sven Schulze am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. SPD, FDP und Grüne hätten die Einladung zu Gesprächen alle angenommen, sagte Schulze. Die genauen Termin für die ersten Treffen nächste Woche werden demnach noch zwischen den Parteien abgestimmt.

Zunächst stünden dabei organisatorische Fragen im Vordergrund: „In den allerersten Gesprächen geht es erstmal um Fragen wie das genaue Prozedere und Termine“, sagte der Parteichef. Die ersten Runden sollen daher nur im kleinen Kreis stattfinden, für die CDU sitzen Schulze und Ministerpräsident Reiner Haseloff am Verhandlungstisch.

Nach dem Wahlsieg von Haseloff am Sonntag sind politisch und rechnerisch vier verschiedene Koalitionen in Sachsen-Anhalt denkbar. Eine Neuauflage der regierenden Kenia-Koalition lehnen die Grünen ab, weil SPD und CDU auch ohne sie eine Stimme Mehrheit hätten. Aus dem gleichen Grund hatte sich die FDP zunächst skeptisch über eine schwarz-rot-gelbe Koalition geäußert. Im „Spiegel“ signalisierte FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens am Mittwoch aber die Bereitschaft, auch über diese Koalition zu sprechen. Eine Mehrheit hätte neben Schwarz-Rot, Schwarz-Rot-Grün und Schwarz-Rot-Gelb auch eine Koalition aus CDU, FDP und Grünen.