Magdeburg (dpa) l Der Bundesfreiwilligendienst in Sachsen-Anhalt ist weiter gefragt. 2017 entschieden sich mit 2103 Menschen fast genauso viele wie im Vorjahr für einen Dienst, wie das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben mitteilte. 2016 waren es nur 13 Freiwillige mehr gewesen, aktuell sind 2075 im Einsatz.

"Der größte Einsatzbereich ist traditionell der soziale Sektor, zum Beispiel in Krankenhäusern, Altenheimen oder Einrichtungen für Menschen mit einer Behinderung", teilte Sprecher Peter Schloßmacher mit. Aber auch die anderen Bereiche wie Umweltschutz und Kulturförderung würden stark nachgefragt.

Im Januar 2018 waren 1138 der Freiwilligen in Sachsen-Anhalt Frauen und 937 Männer. Insgesamt nimmt die Altersgruppe zwischen 27 und 50 Jahren mit fast 900 Menschen den größten Anteil ein. Etwa 650 Freiwillige waren zwischen 51 und 65 Jahre alt, gut 500 jünger als 27. Immerhin 38 Menschen wurden in der Gruppe älter als 65 Jahre registriert.

Auch das Ende 2015 bundesweit eingeführte Sonderkontingent für Freiwilligendienste mit Flüchtlingsbezug werde weiterhin gut angenommen, sagte Schloßmacher. 763 Menschen haben in Sachsen-Anhalt bisher einen solchen Freiwilligendienst abgeleistet. Den Angaben zufolge waren 308 von ihnen Asylbewerber oder asylberechtigte Menschen. Vorerst ist dieses Sonderkontingent bis Ende 2018 befristet. Ob es verlängert wird, müsse das Familienministerium entscheiden, hieß es.