Kriminalität SPD in Sachsen-Anhalt fordert Entwaffnung von Rockergangs
Der innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, fordert, dass Mitglieder der Rockerszene in Sachsen-Anhalt entwaffnet werden.

Magdeburg - Das generelle Waffenbesitz-Verbot für Motorradrocker sei nach drei Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts möglich, wonach die waffenrechtliche Zuverlässigkeit ausnahmsweise allein aufgrund der Gruppenzugehörigkeit einer Person in Frage gestellt werden könne, betonte Erben am Freitag.
Bei Mitgliedern von „Outlaw Motorcycle Gangs“ bestehe aufgrund des starken Loyalitätsdrucks und der hohen Gewaltbereitschaft eine hohe Gefahr des missbräuchlichen Umgangs mit Waffen, auch bei bislang nicht in Erscheinung getretenen Mitgliedern, sagte er weiter.
Er dringt darauf, dass Sachsen-Anhalts Innenministerium dem Beispiel anderer Bundesländer folgt: „Diese sprechen ein generelles Waffenbesitzverbot für Angehörige von Gangs aus.“
Erben weiter: „Waffen und Rockerszene sind eine gefährliche Mischung. Dem müssen die Waffenbehörden entgegentreten.“