Berlin l Enttäuschung bei den CDU in Sachsen-Anhalt: Bei der Besetzung der Staatsekretärsposten der neuen Bundesregierung ist der Landesverband übergangen worden. Die Parteiführung hatte auf dem Bundesparteitag zugesichert, die ostdeutschen Länder bei den Funktionen in der zweiten Reihe mehr zu berücksichtigen, nachdem von der Partei kein Minister aus Ostdeutschland nominiert worden war.

Im Gespräch war der Magdeburger Gesundheitspolitiker Tino Sorge gewesen. Er zeigte sich enttäuscht: "Sachsen-Anhalt ist mal wieder komplett leer ausgegangen. Echt schade." Von den 18 Staatsekretären, die CDU und CSU stellen, kommen mit Marco Wanderwitz (Sachsen), Michael Stübgen (Brandenburg) und Christian Hirte (Thüringen) drei aus dem Osten. Hirte soll Ostbeauftragter der Bundesregierung werden. Der ehemalige CDU-Generalsekretär Peter Tauber ist als Staatssekretär im Verteidigungsministerium vorgesehen.

Der Koaltionsvertrag wird am Montag unterzeichnet. Am Mittwoch soll die Bundeskanzlerin im Bundestag gewählt werden.