Magdeburg (dpa) l Ortskerne werden verschönert, Brachflächen neu genutzt, Grünflächen angelegt: Für die Stadtentwicklung werden in diesem Jahr wieder 100 Millionen Euro Fördermittel bewilligt. Je die Hälfte kommt vom Bund und vom Land, wie das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr in Magdeburg mitteilte. "Wir wollen, dass sich die Menschen in ihrem Wohnumfeld wohlfühlen, die Städte und Gemeinden in unserem Land lebendig bleiben und noch lebenswerter werden", sagte Bauminister Thomas Webel (CDU). Auch Belange des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der soziale Zusammenhalt spielten beim Einsatz der Fördermittel eine wichtige Rolle.

Halle und Burg als Beispiele für Projekte

Als Beispiele für geförderte Projekte nannte das Ministerium den Ausbau des Stadtteilzentrums am Niedersachsenplatz in Halle und die Gebäudesicherung des ehemaligen Schlachthofes in Naumburg, der künftig als Theaterstandort genutzt werden soll. Eine Schwimmhalle in Burg wird ebenso saniert wie das Stadtmuseum "Alte Löwenapotheke" in Gardelegen und eine Stützmauer einer barocken Gartenanlage in Blankenburg.

In Halle soll die Fassade des Peißnitzhauses saniert werden, in Stendal Stadtsee wird das Wohnumfeld neu gestaltet. Geplant ist den Angaben zufolge auch, in Naumburg ehemalige Gefängnisanlagen zu beseitigen, in Oschersleben soll das Umfeld des Bahnhofes neu gestaltet werden und ein Jugendzentrum neu entstehen.

Dank der Kombination der verschiedenen Stadtumbauprogramme ist es Webel zufolge gelungen, die Zentren vieler Städte im Land umfassend zu sanieren und mit neuem Leben zu füllen. Viele Aufträge gingen an einheimische Unternehmen. Arbeitsplätze in der Region würden so gesichert und Steuereinnahmen für die Kommunen generiert.