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Stahlknecht: Keine hundertprozentige Sicherheit an Bahnhöfen

03.08.2019, 11:23

Halle/Magdeburg (dpa/sa) - Nach der tödlichen Attacke auf einen achtjährigen Jungen auf dem Frankfurter Hauptbahnhof hat Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) Gespräche über bessere Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen befürwortet. "Es gibt keine hundertprozentige Sicherheit, gleichwohl ist mit der Bundespolizei und der Deutschen Bahn zu besprechen, ob die Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden können", sagte er der "Mitteldeutschen Zeitung" (Samstag).

Und: "Wir werden auf der nächsten Innenministerkonferenz besprechen, was es für Möglichkeiten gibt. Und das muss in Ruhe besprochen werden, weil ich es nicht gut finde, in Schnellschüsse zu verfallen", so der CDU-Politiker.

Am Montag hatte am Bahnhof Frankfurt/Main ein 40-Jähriger eine Mutter und ihren achtjährigen Sohn vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Während die Mutter sich retten konnte, wurde der Junge von dem ICE überrollt und getötet. Ein in der Schweiz lebender Eritreer wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Stahlknecht sagte, es sei ein "unglaublich schlimmes Verbrechen und unvorstellbar, zu was Menschen überhaupt fähig sind."

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte nach der Tat Beratungen zur Sicherheit an Bahnhöfen angekündigt. Auch Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sprach sich für eine Überprüfung der Sicherheit an Bahnstationen aus. "Bei 5600 Bahnhöfen wird man zwar nüchtern sagen müssen, dass absolute Sicherheit eine Illusion ist", sagte er dem Magazin "Der Spiegel" (Samstag): "Trotzdem müssen wir Schutzlücken möglichst finden und schließen."