Nach Anschlag Stahlknecht unter Erfolgsdruck
Stahlknecht erklärte den Komplex zu Ermittlungen nach dem Anschlag in Halle zur Chefsache. Ein Scheitern würde ihm wohl das Amt kosten.
Die Aufarbeitung des Terroranschlags von Halle nimmt Fahrt auf. Die Politik in Sachsen-Anhalt muss mögliche Fehler analysieren und die notwendigen Schlüsse ziehen. Mindestens genauso wichtig: Nach vorn schauen und handeln. Hier ist der Maßnahmenplan von Innenminister Holger Stahlknecht zum künftigen Schutz jüdischer Einrichtungen ein zentrales Instrument.
Spannend wird sein, wie es weitergeht, was die schwerwiegenden Vorwürfe der jüdischen Gemeinde Halle angeht: Erbetener Polizeischutz sei in der Vergangenheit versagt worden. Stahlknecht bleibt dabei: „Wir haben keine Bitte um Schutz ausgeschlagen“. Hier soll noch in dieser Woche ein direktes Gespräch wenn vielleicht keine endgültige Klärung, dann auf jeden Fall eine Lösung für die Zukunft schaffen.
Stahlknecht erklärte den gesamten Komplex zur Chefsache. Bedeutet, er steht selbst für den unbedingten Erfolg. Ein Scheitern würde ihn wohl das Amt kosten.