Halle/Magdeburg (dpa) l Das Interesse an einer Arbeit als Stadtschreiber ist ungebrochen: In Halle gingen bis zum Ende der Frist im Oktober 61 Bewerbungen ein, von 27 Frauen und 34 Männern, wie die Stadt mitteilte. Im Vorjahr gab es 57 Bewerbungen, 2016 waren es 58. Stadtschreiber hatten einst die Aufgabe, Urkunden oder andere Dokumente für Städte zu verfassen. Heute vergeben etliche Städte in Deutschland Stipendien, um freie Schriftsteller zu fördern. Sie können eine gewisse Zeit in der jeweiligen Stadt leben und schreiben.

Die Frauen und Männer, die sich derzeit für diese Tätigkeit in Halle interessieren, kommen den Angaben zufolge aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie von deutschsprachigen Autorinnen und Autoren aus Russland, Norwegen und Frankreich.

In Magdeburg gebe es aktuell keinen Stadtschreiber, wie ein Sprecher sagte. Bewerbungen seien eingegangen. Ab 1. März soll diese Arbeit weiter gehen bis zum 30. September. Zuletzt schrieb die Berlinerin Nellja Veremej in der Landeshauptstadt. Der in Wien geborene Marko Dinic, serbisch-österreichischer Autor, war es in Halle. Am 1. April 2019 beginnt in der Stadt das neue Stipendium. Halle vergibt die Förderung bereits zum 18. Mal, während Magdeburg im Jahr 2013 damit begonnen hat.