Magdeburg (dpa/os/tw) Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Orkanböen in Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bis Mittwochmorgen könnten im Bergland des Harzkreises in Sachsen-Anhalt schwere Orkanböen auftreten, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

Es seien Schäden an Gebäuden möglich, Bäume könnten entwurzelt werden. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben und Gegenstände im Freien gesichert werden. Insbesondere von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen sollte Abstand gehalten werden.

Auch die Deutsche Bahn beobachte die Wetterentwicklung intensiv, sagte eine Bahnsprecherin. Reparaturtrupps und Fahrzeuge würden bereitgestellt, um möglichst schnell eventuelle Sturmschäden an Oberleitungen und Hindernisse im Gleisbett beseitigen zu können.

Auf dem Brocken im Harz mussten Ausflügler bereits mit Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h kämpfen. Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) haben den Zugverkehr zum Brocken vorübergehend eingestellt.

Ursache für den Wetterumschwung ist das bei Island entstandene Tiefdruckgebiet „Sieglinde“. Es zieht im Laufe der Woche über das mittlere und nördliche Deutschland nach Südskandinavien und zum Baltikum. Mindestens bis Donnerstag bleibt es nach Abgaben des Deutschen Wetterdienstes in ganz Sachsen-Anhalt sehr windig mit einzelnen starken Böen.