Halle (dpa) l Ein Hund am Steuer und eine Löwenrasselbande im Zoo: 2018 war das Jahr für besondere Tier-Geschichten in Sachsen-Anhalt. Da ging es um einen Elch, der gern eine Kuh wäre, und ein Känguru mit Freiheitsdrang.

Ungewöhnliche Freundschaft

Ein Elch fand im November offensichtlich Gefallen an einer Herde Kühe bei Coswig (Landkreis Wittenberg). Das Tier wich den Mutterkühen tagelang nicht von der Seite, wie das Landgut "Hundeluft" mitteilte. Nur nachts verließ der Elch die Weide, kam aber tagsüber immer wieder zur Herde zurück. Auch Wochen später tauchte der Elch immer mal wieder auf. Dann verschwand er ebenso plötzlich, so eine Sprecherin.

Neugierige Hunde

Plötzlich saß ein Hund am Steuer – und ein zweiter darunter. Beamte der Autobahnpolizei in Sachsen-Anhalt bekamen im März überraschend Besuch. Zwei Staffordshire Terrier Mischlinge waren über eine Böschung bei Schackensleben auf die A2 gelaufen und setzten sich wohlgesonnen in den Polizeiwagen. Die Beamten brachten die geflohenen Tiere anschließend in ein Tierheim, wo sie ihre Besitzerin später abholte.

Bilder

Familienband im Zoo

Über gleich vier weiße Löwen freute sich der Zoo in Magdeburg Mitte des Jahres. Im Juli kamen Tayo, Simba, Amari und Nyala auf die Welt. Knapp ein halbes Jahr später ist die Rasselbande bereits ordentlich gewachsen, wie eine Zoosprecherin sagte. Besucher würden das Quartett oft zu Gesicht kriegen und sich an den Vier erfreuen.

Känguru auf großer Tour

Im Mai machte sich Känguru "Jimmy" mit einem großen Hüpfer vom Gelände eines Reiterhofs in Magdeburg davon, um die Welt zu erkunden. Tierretter und der Besitzer wollten das Beuteltier wieder einfangen – doch keine Chance. "Jimmy" hüpfte über ein Feld davon. Zwei Tage später kehrte es von ganz allein zu seinem Halter zurück.

Verirrte Schlange beim Einkaufen

Eine Schlange sorgte im Mai in einer Einkaufspassage in Halle für große Aufregung. Das Reptil schlängelte sich quer durchs Gebäude. Erst mutige Polizisten konnten es einfangen und in den städtischen Zoo bringen. Bei der Schlange handelte es sich um eine harmlose Kornnatter. Woher sie gekommen war, blieb unklar.

Schwäne auf falscher Strecke

Polizisten retteten im Oktober im Saalekreis zwei Schwäne. Wegen einer Schallschutzwand neben der Bahnstrecke Erfurt-Leipzig/Halle bei Schkopau waren die Tiere orientierungslos. Zwei Bundespolizisten fuhren mit einer eigens dafür organisierten Bahn zu den Schwänen. Ein Jungtier flog vor lauter Übereifer beim Eintreffen der Beamten von allein über die Schutzwand. Das zweite Tier fingen die Polizisten ein und setzten es an den Rattmannsdorfer Teichen aus.