Halle (dpa/sa) l Sie heißen "Pinky und Brain" und können außergewöhnlich gut hören: Für die beiden Löffelhunde ist im Zoo Halle am Dienstag eine rund 50.000 Euro teure Anlage eröffnet worden. Es sei die einzige Anlage ihrer Art in Deutschland, die für Besucher begehbar sei, sagte Zoodirektor Dennis Müller. Es sei aber keine Streichelanlage.

Die Rüden seien über Monate hinweg auf die Nähe von Menschen vorbereitet worden. "Es sind zwei Brüder, die sich auch gut verstehen", sagte er. Die heute rund 200 Quadratmeter große Anlage sei in etwa acht Monaten umgebaut worden. Zuvor wurden dort den Angaben zufolge Aras gehalten.

2018 wurden im Zoo Halle 472.000 Besucher gezählt, 49.000 mehr als im Jahr zuvor, wie ein Sprecher mitteilte. Im Zoo von Halle leben derzeit 1700 Tiere aus 250 Arten, darunter auch Elefanten. Die beiden Löffelhunde kamen Ende 2018 aus dem Tierpark Berlin nach Halle. Ihren Namen verdanken die Wildtiere ihren langen Ohren. Damit können sie selbst unter dem Boden lebende Insekten wie Termiten, von denen sie sich ernähren, rascheln hören, erklärte Müller. Löffelhunde stammen ursprünglich aus Afrika.

Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte, wird das Areal auf dem Reilsberg schrittweise umgestaltet. Dafür gebe es das Konzept "Bergzoo 2031". Allein in diesem Jahr werden demnach 650.000 Euro in Tieranlagen und Flächen für Besucher investiert, seit 2016 waren es rund drei Millionen Euro.

Neu im Zoo ist auch eine rund 80.000 Euro teure Anlage für Pudus. Sie gelten als kleinste Hirsche der Welt, sind etwa so groß wie ein Feldhase und stammen ursprünglich aus Südamerika.