Magdeburg (dpa) l Sanierungsbedürftige Zwinger, neue Auslaufflächen und Quarantänestationen – Sachsen-Anhalts Tierheime können mit Hilfe der Förderung des Landes viele Baupläne umsetzen und Rechnungen bezahlen. In diesem Jahr stellten zwölf gemeinnützige Tierschutzvereine und Interessensgemeinschaften Förderanträge für abgeschlossene Projekte und beantragten damit 110.000 Euro, wie das Umweltministerium auf Nachfrage in Magdeburg mitteilte. Zur Verfügung stehen wie in den Vorjahren 80.000 Euro. Bis Ende Juni konnten sich die Tierschützer um die Mittel bewerben, nun werden die Anträge geprüft.

Der Deutsche Tierschutzbund, dem 25 Tierheime in Sachsen-Anhalt angehören, sieht die Förderung als Hilfe. „Natürlich ist die Summe besser als Nichts. Doch wenn man bedenkt, dass sich das auf eine größere Zahl von Tierheimen aufteilt und ein Neubau Hunderttausende oder Millionen kostet, ist klar, dass damit nur kleinere Projekte verwirklicht werden können“, erklärte eine Sprecherin.

Quarantänestationen und Katzenstuben

Laut Ministerium wurde Unterstützung beantragt für die Einrichtung einer Quarantänestation für Katzen und Hunde, den Ausbau von Katzenstuben, den Bau von Hundezwingern und Außengehegen für Katzen sowie Einzäunungen von Hundeausläufen und Pferdekoppeln.

Damit wurde in diesem Jahr – wie auch 2017 – mehr Fördergeld beantragt, als zur Verfügung stand. 2016 noch waren von den bereitstehenden 80.000 Euro nur knapp 54.000 Euro abgerufen worden. Laut dem Ministerium fehlten förderfähige Anträge. Seit dem Jahr 2012 seien rund 40.000 Euro nicht ausgeschüttet worden, hieß es.

Gehege für Wildtiere gebaut

2017 war alles zur Verfügung stehende Geld ausgegeben worden. In einer Hundequarantänestation waren Trockenbau-, Innenputz- und Estricharbeiten durchgeführt worden. Zwei Hundezwinger wurden laut Ministerium saniert. Zudem entstand ein Tiergehege zur art- und tiergerechten Unterbringung von Wildtieren.

Die Förderung der Tierheime ist in den Bundesländern ganz unterschiedlich geregelt, wie der Tierschutzbund weiter mitteilte. In Sachsen etwa flössen in diesem Jahr 630.000 Euro, in Brandenburg gebe es keine Landesförderung für den Tierschutz. In Mecklenburg-Vorpommern erhöhe sich die Summe in diesem Jahr auf 300.000 Euro bei einer Beteiligung der Kommunen.