Wahrzeichen

Mit einem Cafè könnte der Genthiner Wasserturm als touristische Attraktion gestaltet werden

Genthin. Nachdem der Genthiner Kunstverein, wegen akuten Geldmangels ausziehen musste, könnte die Idee eines Cafés dort eine Renaissance erleben. „Es ist aber bisher wirklich erst einmal nur eine Idee“, bremst Ronny Harzendorf, Leiter des Jugendhauses „Thomas Morus“. Denn in Sack und Tüten sei natürlich noch nichts. Als das Team des dem Turm gegenüberliegenden Jugendhauses den Mitgliedern des Kunstvereins beim Ausräumen, Sortieren und Wegtransportieren des nicht mehr verwertbaren Sperrmülls half, habe diese Idee Formen angenommen, berichtet der Leiter des Jugendhauses in einem Gespräch mit der Volksstimme.

Projekt innerhalb sozialer Gruppenarbeit

Das „TSC“ – Thomas-Morus-Streetwork-Café – wäre dabei aber nicht ein ganz gewöhnliches Café, verrät Ronny Harzendorf die Pläne. Denn ums Geldverdienen gehe es dabei ganz und gar nicht. Sondern um ein Projekt, bei dem die Kids, die täglich ins Jugendhaus kommen, an die verantwortungsvolle Aufgabe, solch ein Café mitzugestalten, herangeführt werden sollen. Mit Doreen Giese, die als neue Streetworkerin zum Team des Jugendhauses gehört, ließe sich solch ein Vorhaben im Rahmen der sozialen Gruppenarbeit gut umsetzen.

Vorstellbar sei, das Café zwei Mal in der Woche zu öffnen und nach Bedarf am Wochenende. Wenn das Morus-Haus-Team die Schlüssel zum Turm hätte, könnten die Kids, so denkt Ronny Harzendorf laut, am Wochenende auch kleine Führungen für Touristen anbieten. Auch Grillabende mit Musik auf der Terrasse ließen sich organisieren. Und Ausstellungen natürlich. Bei dem Café-Gedanken denke man, so Harzendorf, vor allem auch an die Radler, die auf ihren Touren meistens am Wasserturm vorbeikommen und sich sicherlich über eine solche Möglichkeit der Rast und Einkehr freuen würden.

Interesse an Weiternutzung ist vorhanden

An die Öffentlichkeit gelangte die Idee des Jugendhaus-Teams nach einer Anfrage des Stadtrats Falk Heidel (Wählergemeinschaft Pro Genthin) auf der Stadtratssitzung am 4. März im Plenarsaal des Kreishauses. Die Volksstimme hat Bürgermeister Matthias Günther (parteilos) um Auskünfte zur weiteren Nutzung des Wasserturmes gebeten. Auf die Frage: „Auf der jüngsten Stadtratssitzung ließen Sie verlauten, dass es nach dem Auszug des Kunstvereins bereits einen neuen Interessenten für den Wasserturm gebe.

Können Sie dazu schon etwas Genaueres sagen?“, antwortete Günther schriftlich: „Interessenten zur Nutzung des Wasserturms sind vorhanden. Da es sich um beginnende Abstimmungen zur Nutzung handelt, kann ich aktuell noch keine weiteren Auskünfte geben“.