Zweckverband der Bundesgartenschau wirbt für einen Besuch der Hansestadt

Trotz Hochwasser: Havelberg ist Reise wert

Von Andrea Schröder

Havelberg l Angesichts der aktuellen Hochwassersituation in und um Havelberg hat der Zweckverband der Bundesgartenschau 2015 Havelberg eine Presseinformation herausgegeben, mit der für einen Besuch der Hansestadt geworben wird. "Der Pegel fällt", wird Bürgermeister Bernd Poloski zitiert. "Der Stadtkern und der gesamte Dombezirk sind von keinem zusätzlichen Wassertropfen vom Hochwasser betroffen und sehenswert wie immer."

Stadtrundgänge im Angebot

Die touristischen Einrichtungen in der nördlichsten Buga-Kommune funktionieren bestens. Sowohl die Gastronomie als auch in den Hotels und Pensionen oder den Fahrradverleihen ist trotzdem eine Umsatzeinbuße zu spüren. "Das ist sehr schade, denn die Stadt ist und bleibt eine Perle", sagt Erhard Skupch, Geschäftsführer des Zweckverbandes.

Touristen, die sich für die Hansestadt Havelberg interessieren, sind herzlich eingeladen zu einem Besuch. "Das derzeitige Hochwasser sollte niemanden abschrecken. Das touristische Engagement in unserer Stadt geht wie gewohnt weiter", so Bernd Poloski.

Erlebt werden können Stadtrundgänge zu den vielen großen und kleinen Sehenswürdigkeiten, die die Stadt so interessant und facettenreich machen. Geschichtsinteressierte werden den historischen Stadtrundgang bevorzugen, der Traditionen und mittelalterliche Besonderheiten aufleben lässt, wenn man zum Beispiel Rathaus, Stadtkirche, St. Annen-Kapelle oder die Altstadtplätze und ihre Geschichte anschaut. Der touristische Stadtrundgang offenbart vor allem herrliche Blickwinkel vom Dom auf die Stadtinsel und die Havelniederungen.

Geworben wird in der Presseinformation auch damit, jetzt noch die Chance für einen ruhigeren Wandel durch die Stadt zu nutzen. Die Besucherprognosen zur Buga sagen voraus, dass während der 177 Tage Gartenschau vom 18. April bis 11. Oktober 2015 insgesamt mit rund 862000 Besuchern in der Hansestadt zu rechnen ist, berichtet Pressesprecherin Amanda Hasenfusz.

Touristinfo öffnet am Wochenende wieder

Die Hochwassersituation war auch Thema beim Pressegespräch des Zweckverbandes in Stölln. Was ist, wenn solch ein Hochwasser 2015 die Region belastet? Auf den für die Gartenschau vorgesehenen Flächen ist aktuell noch Platz nach oben, sagte Erhard Skupch und machte deutlich, dass er nicht um jeden Preis um die Buga-Flächen kämpfen würde, hätten dadurch Einwohner den Nachteil. "Privatbesitz hat auf jeden Fall Vorrang."

Die Touristinfo in Havelberg, die vorsichtshalber ausgeräumt worden war - sie steht direkt am Hafen - wird wieder eingeräumt. Tischler bauen die Möbel ein. Am Donnerstag werden die Materialien zurückgeholt, am Freitag kommt der Techniker, um die Telekommunikation wieder in Gang zu bringen. "Am Wochenende machen wir auf jeden Fall auf. Inwieweit die Technik dann funktioniert, müssen wir sehen", sagt Grit Lübeck. Die Touristinfo hatte übergangsweise im Rathaus Quartier bezogen. Vereinzelt hatten sich Urlauber eingefunden, auch Radfahrer. Wer auf dem Havelradweg unterwegs ist, muss über Kümmernitz Richtung Rhinow fahren. Auf dem Elberadweg gibt\'s noch Einschränkungen. Seit Dienstag sind die Elberadwege im Brandenburgischen wieder freigegeben.