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Sachsen-Anhalt Trümper fordert flächendeckende Schnelltests

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper fordert ein dichtes Netz von Schnellteststationen in der Innenstadt.

22.03.2021, 10:43

Magdeburg l Vor dem Bund-Länder-Gipfel am heutigen Montagnachmittag zum weiteren Vorgehen in der Corona-Politik fordert Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) statt erneuter Verschärfungen die rasche Anwendung flächendeckender Schnelltests nach dem Vorbild Tübingens. Die 90.000-Einwohner-Stadt in Baden-Württemberg erprobt in einem Modellprojekt, ob mit intensiven Schnelltests auch zusätzliche Öffnungen möglich sind.

Dazu ist in der Innenstadt ein dichtes Netz von Schnellteststationen eingerichtet. Wer in Geschäfte oder zum Friseur will, muss ein negatives Schnelltest-Ergebnis vorlegen, das nicht länger als 24 Stunden zurückliegt. Geöffnet werden in der Stadt auch Kinos, Kultureinrichtungen und die Außengastronomie. Auch dort ist für den Zutritt der Negativ-Test vorzulegen.

Trümper befürwortet das Modell: „Ich fordere so etwas schon seit Oktober", sagte er der Volksstimme. Schnelltests seien seit fast einem Jahr verfügbar. Aber erst im Dezember sei beispielsweise eine Testpflicht für Pflegeheime eingeführt worden. Bei der Anwendung von Schnelltests sei schon jetzt viel zu viel Zeit verschenkt worden. Trümper ergänzte, Schnellteststrategien, wie in Tübingen, könnten die Debatte über erneute Verschärfungen unnötig machen. „Das ist ja gerade der Sinn dieser Tests, natürlich gehen die Inzidenz-Zahlen dann erstmal nach oben, aber man fischt eben auch die Positivbefunde heraus."

Am Montagnachmittag wollen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen in der Corona-Politik beraten. Ein Beschlussentwurf sieht die Verlängerung der geltenden Beschränkungen bis 18. April vor. Zudem müsse die Anfang März beschlossene Notbremsregelung, die Öffnungen ab einer Sieben-Tage Inzidenz von 100 Neuerkrankten je 100.000 Einwohnern rückgängig macht, "konsequent umgesetzt werden", heißt es im Papier. Auch nächtliche Ausgangssperren sind bei hohen Inzidenzzahlen im Gespräch.