Urkaine-Krieg Wo Sachsen-Anhalt Flüchtlinge aus der Ukraine unterbringen will
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine bereitet sich Sachsen-Anhalt auf die Aufnahme von Flüchtlingen vor. Ein erstes Objekt ist bereits gefunden, weitere sollen folgen.

Magdeburg/dpa - Sachsen-Anhalt richtet Unterkünfte für eine zeitweilige zentrale Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine ein. Wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte, stellt das Land ein erstes Objekt als Zwischenquartier in Halberstadt (Landkreis Harz) bereit.
Unterkunft für Ukraine-Flüchtlinge in Halberstadt
In dem Hotel können ukrainische Kriegsflüchtlinge unterkommen, die zunächst keine andere Unterkunft privat oder in den Kommunen haben. Die Anmietung weiterer Objekte für eine zentrale Zwischenunterbringung werde geprüft. Einzelne Objekte seien bereits in der engeren Wahl, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit.
Zudem wurde ein Frage- und Antworten-Katalog für ukrainische Staatsangehörige zusammengestellt. Dieser werde auf der Internetseite des Ministeriums stetig aktualisiert. Dazu gehörten Informationen zur Unterbringung, finanziellen Unterstützung, Anmeldung bei Behörden oder Hilfsangeboten wie freiem Wohnraum für Kriegsflüchtlinge.
Rund 3.200 ukrainische Staatsangehörige in Sachsen-Anhalt
Wie viele Menschen aus der Ukraine nach Sachsen-Anhalt kommen werden, ist den Angaben zufolge weiter unklar. In der Zentralen Erstaufnahme (ZASt) in Halberstadt, der langjährigen ersten Anlaufstelle des Landes für Flüchtlinge, seien zunächst nur wenige ukrainische Staatsbürger registriert worden.
Unterdessen sind in den Landkreisen erste Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen, mit Hilfe von Initiativen, Angehörigen oder Freunden. In Sachsen-Anhalt hielten sich Ende Januar laut Innenministerium rund 3.200 ukrainische Staatsangehörige auf.