Sangerhausen (dpa) l  Dabei gelte es keine Zeit zu verlieren. "Wir müssen schnell konkret werden", sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Montag bei einem ersten Treffen mit rund 50 Bürgermeistern und Landräten in Sangerhausen (Landkreis Mansfeld-Südharz).

Entscheidend sei, dass die Vorhaben nicht am grünen Tisch sondern vor Ort und im Gespräch mit den Menschen im Revier entwickelt werden. Ziel sei es, dauerhaft Arbeitsplätze zu schaffen, sagte der Regierungschef.

Rund 400 Vorschläge zum Strukturwandel seien aus den Regionen bereits eingegangen, daraus seien 40 konkrete Projekte geworden. Dazu gehörten Vorhaben der Stadtsanierung, um die Kommunen für Ansiedlungen attraktiver und lebenswerter zu machen, Ideen zur Nutzung von Industriebrachen oder Digitalisierungsvorhaben. Haseloff zufolge wird das Land die vom Kohleausstieg betroffenen Kommunen bei der Projektarbeit vor Ort personell sowie finanziell unterstützen.

Deutschland will bis spätestens 2038 aus der klimaschädlichen Verstromung von Braunkohle aussteigen. Im Gegenzug bekommen die betroffenen Kohlereviere in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen insgesamt bis zu 40 Milliarden Euro, um den Wegfall des wichtigen Wirtschaftsfaktors zu kompensieren. Auf Sachsen-Anhalt entfallen bis zu 4,8 Milliarden Euro, von denen das Land jedes Jahr 84 Millionen selbst verplanen kann. Über alle weiteren Projekte entscheidet der Bund.