Zerbst (dpa) l Knapp 39.300 Unfälle mit Schülern und Kindergartenkindern sind 2016 in Sachsen-Anhalt registriert worden – damit sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht. 2015 gab es nach Angaben der Unfallkasse des Landes rund 40.800 Einträge. Die Betroffenen verletzten sich vor allem im Sportunterricht oder beim Toben auf dem Pausenhof, wie der Sprecher der Unfallkasse Sachsen-Anhalt, Uwe Köppen, in Zerbst sagte. Meist bleibt es bei Bagatellen. Doch nicht immer gehen die Unfälle glimpflich aus. Dann braucht es ein gutes Versorgungsnetz.

"Bei größeren Zwischenfällen ist es wichtig, dass die Kinder gut abgesichert sind", sagte Köppen. Längere Klinikaufenthalte oder Reha-Maßnahmen kosteten viel Geld. Oft begleiteten sogenannte Reha-Manager die Verletzten bei der Genesung.

Sie nähmen unter anderem Kontakt mit den Kranken auf, oft schon in der Klinik, hieß es. Dabei koordinierten sie etwa die medizinische Rehabilitation zwischen Ärzten, Therapeuten und Versicherten. So sollen die Betroffenen schnell wieder in Kita, Schule und bei Erwachsenen in den Beruf eingegliedert werden.

Größere Unglücke blieben jedoch die Ausnahme, betonte Köppen. Die Unfälle passierten meist auf dem Weg in die Schule oder in den Kindergarten. "Wenn etwa ein Lastwagenfahrer rechts abbiegt, kann er leicht ein Kind übersehen", sagte er. Meist spiele Unachtsamkeit eine Rolle.

2016 gab es den Angaben zufolge wie im Vorjahr keine tödlichen Zwischenfälle. Besonders hoch waren die Unfallzahlen 2014. "Das war ein Ausreißer", erklärte Köppen. In den vergangenen zehn Jahren schwankten die Zahlen leicht über und unter der 40.000-Marke.