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Verband sieht Ausbau der Bio-Landwirtschaft in Gefahr

31.07.2019, 16:01

Magdeburg (dpa/sa) - Der Verband für ökologischen Landbau Bioland hat die aus seiner Sicht mangelnde Förderung der Bio-Landwirtschaft beklagt. Nur 20 von 49 Betrieben, die einen Antrag zur Umstellung auf Ökolandbau gestellt hätten, könnten auf einen positiven Bescheid hoffen, teilte der Verband am Mittwoch mit. Von den 9568 Hektar, für die eine neue Förderung ökologischer Anbauverfahren ab dem 1. Januar 2020 beantragt wurde, könnten nach gegenwärtiger Mittelverfügbarkeit nur 4837 Hektar gefördert werden.

Das Landwirtschaftsministerium bestätigte die Zahlen. Von einem Förderstopp, von dem der Verband sprach, könne aber keine Rede sein. Die Beschränkung des Antragsverfahrens auf maximal 5000 Hektar und die Auswahlkriterien sei den Antragstellern und den Berufsvertretungen in Sachsen-Anhalt seit April bekannt gemacht worden. "Leider stehen uns im aktuellen Haushalt nur begrenzt Fördergelder zur Verfügung", bedauerte Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert (Grüne). Um das Ziel von 20 Prozent Ökolandbau zu erreichen, brauche es einen starken politischen Willen innerhalb der Koalition in Sachsen-Anhalt. "Für die Jahre 2020 und 2021 warten wir jetzt die Ergebnisse der Haushaltsverhandlungen ab."

Laut Bioland müssten in Sachsen-Anhalt jährlich etwa 12 000 Hektar ökologisch bewirtschaftete Fläche dazugewonnen werden, um das 20-Prozent-Ziel zu erreichen. "Daher fordern wir die Landesregierung auf, alle Anträge zu genehmigen und die fehlenden Geldmittel frei zu machen."