Magdeburg (dpa) l Das milde Wetter bietet gute Bedingungen für den Start der Baustellen-Saison auf den Autobahnen. Deutlich früher als in den Vorjahren beginnen die Sanierungsarbeiten, wie das Verkehrsministerium am Donnerstag in Magdeburg mitteilte. Los geht es etwa auf der A9 bei Dessau-Roßlau, wo schon die ersten Vorkehrungen für eine sichere Verkehrsführung während der Bauzeit getroffen würden. "Insgesamt werden in diesem Jahr mehr als 98 Millionen Euro in eine Vielzahl größerer Maßnahmen investiert", kündigte der Präsident der Landesstraßenbaubehörde, Uwe Langkammer, an.

Schwerpunkte seien sieben Abschnitte auf den Autobahnen 2, 9 und 14 sowie auf der A36 und A38. Dort werde auf einer Gesamtlänge von gut 30 Kilometern der Belag grundhaft erneuert. Auf der A14 solle im Herbst dieses Jahres die Beseitigung der umgangssprachlich Betonkrebs genannten Fahrbahnschäden abgeschlossen werden. Eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion hatte den Beton zersetzt.

8,5 Millionen Euro zur Verfügung

Daneben sind Arbeiten an diversen Autobahnanschlussstellen an den Autobahnen 2, 9 und 14 sowie an der A36 und am Autobahnkreuz Rippachtal geplant. Dafür stünden zusammen rund 8,5 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich entstünden an der Tank- und Rastanlage Osterfeld an der A9 in Fahrtrichtung Berlin bis November für rund drei Millionen Euro 56 neue Lastwagen-Stellplätze.

Auf alle Baustellen sollen die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig hingewiesen werden. Es sei aber wichtig, dass sich zugunsten der Sicherheit alle an die Hinweisschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten, appellierte Langkammer. Baustellen sind in der Vergangenheit immer wieder unfallträchtige Orte gewesen. Um die Gefahr zu verringern, würden wie in den Vorjahren elektronische Stauvorwarner eingesetzt. Zudem gebe es Nothaltebuchten für liegengebliebene Autos, um Staus zu vermeiden. Langkammer bat um Verständnis für unvermeidliche Beeinträchtigungen.