Genthin (muß) l Die B107 ist nach einem Unfall bei Fienerode seit dem Montagmorgen in beide Richtungen voll gesperrt. Nach ersten Angaben der Feuerwehr war nahe Genthin (Sachsen-Anhalt) ein Laster nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Der mit Getreide beladene Sattelzug landete etwa zehn Meter neben der Fahrbahn und blieb in einem Wassergraben stecken.

Die Feuerwehr ist vor Ort, um auslaufende Gefahrstoffe zu binden. Augelaufener Diesel muss aufgefangen werden. Derzeit schaufeln die Einsatzkräfte die Zugmaschine frei. Diese ist tief eingesunken. Die Feuerwehr versucht derzeit, den verunglückten Lkw "trocken zu legen". Hierfür soll das Wasser gestaut und abgepumpt werden.

Hirsch ausgewichen

Vermutlich muss das Getreide umgeladen werden. Anschließend wird ein Kran zum Einsatz kommen. Für die Autofahrer im Jerichower Land bedeutet dies, sie müssen weite Umleitungen in Kauf nehmen. Der Lkw-Fahrer kam mit dem Schrecken davon. Zur Unfallzeit regnete es stark und das Fahrbahnbankett ist stark aufgeweicht.

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Nach ersten Ermittlungen der Polizei, sei der 27-jährige Fahrer einem Hirsch ausgewichen. Dabei kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, geriet dabei auf den regendurchweichten Seitenstreifen und verlor die Kontrolle über den Sattelzug. Nach etwa 100 Metern kam der Sattelzug zum Stillstand, wobei er dabei eine erhebliche Menge an Erdreich vor sich hergeschoben hatte.

Die Polizei gibt den Schaden am Fahrzeug mit mehreren 10.000 Euro an. Zudem stehen  eine gemeinsame Prüfung von Feuerwehr und der unteren Wasserbehörde an. Am Mittag war die Bundesstraße noch gesperrt.