Magdeburg (jl) l In Sachsen-Anhalt erhalten pro Jahr rund 7,5 Prozent der Versicherten Zahnersatz – und dafür müssen sie zum Teil tief ins Portemonnaie greifen. Das zeigt eine Auswertung im Zahnreport 2018 der Barmer-Versicherung. "Die Durchschnittskosten für neuen Zahnersatz liegen in Sachsen-Anhalt bei 1.168 Euro je Betroffenem", sagt Axel Wiedemann, Barmer-Geschäftsführer in Sachsen-Anhalt. "Davon mussten Patienten einen durchschnittlichen privaten Eigenanteil in Höhe von 549 Euro aufwenden."

Der Vergleich zwischen den Bundesländern offenbart starke Unterschiede. Während die Menschen in den neuen Bundesländern im Schnitt 560 Euro für ihren Zahnersatz privat investieren müssen, sind es in Bayern und Baden-Württemberg 1.018 Euro. "Der schleichende Trend zu höheren Privatkosten ist überall in Deutschland unverkennbar", so Wiedemann und empfiehlt ein- bis zweimal im Jahr zur Vorsorge zum Zahnarzt zu gehen.

Neu: Zahnbonusheft digital statt in Papierform
Versicherte, die regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt durch ihr Bonusheft nachweisen können, erhalten bei Zahnersatz und Kronen einen erhöhten Zuschuss. Dieser Zuschuss erhöht sich um 20 Prozent, wenn das Bonusheft über fünf Jahre und um 30 Prozent, wenn es über zehn Jahren lückenlos geführt wurde. Als erste Krankenkasse stellt die BARMER eine App zur Verfügung, die an Vorsorgetermine erinnert und die Besuche automatisch digital erfasst. Die benötigten Daten erhält die BARMER automatisch dadurch, dass der Zahnarzt den Vorsorgetermin mit der Krankenkasse abrechnet. Das erleichtert den lückenlosen Nachweis.