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Zahl konstant Viele jüngere Sachsen-Anhalter spenden Blut

In Sachsen-Anhalt haben 2017 mehr als 110.000 Menschen Blut gespendet. Die Zahl der Spender blieb damit fast konstant.

07.01.2018, 10:26

Halle/Dessau-Roßlau (dpa) l In Sachsen-Anhalt haben bei den großen Blutspendediensten im vergangenen Jahr mehr als 110.000 Menschen Blut gespendet. Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Land waren es rund 96.500 Spender – fast so viele wie 2016, wie der DRK-Blutspendedienst der Länder Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen mitteilte. Davon waren knapp 30 Prozent unter 40 Jahren alt. Es waren 0,7 Prozent mehr junge Blutspender als im Vorjahr. Auch die Zahl der Erstspender stieg leicht von 2016 zu 2017 an. Das DRK zählt zu den größten Akteuren der Blutspendedienste im Land mit Hauptsitz in Dessau-Roßlau. Im Vorjahr kamen knapp 97.800 Menschen.

Auch der Blutspendedienst Haema setzt auf junge Spender. "Die Spender bei Haema sind überwiegend junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren", sagte Unternehmenssprecherin Marion Junghans in Leipzig. Mit dem Wegzug junger Menschen vom Land in die Städte gebe es in den kleineren Orten kaum Freiwillige.

Haema habe aus diesem Grund in den vergangenen Jahren die mobilen Blutspendetermine reduziert, so Junghans. 2014 gab es elf Orte in Sachsen-Anhalt, die regelmäßig angefahren wurden. Derzeit gibt es nur noch zwei Anlaufpunkte auf dem Land.

Haema zählte 2017 nach eigenen Angaben insgesamt rund 19.700 Spender. Das waren rund 600 mehr als im Vorjahr. Neben Blut können den Angaben zufolge auch Plasma und Erythrozyten – das sind rundliche Blutzellen, die für den Sauerstofftransport verantwortlich sind – gespendet werden. Der Haema-Standort von Sachsen-Anhalt ist in Halle.

Um weiterhin genügend der lebensrettenden Reserven in Sachsen-Anhalt zu bekommen, setzten die Dienste in den vergangenen Jahren auf gute Werbung – vor allem in den sozialen Medien und auf öffentlichen Veranstaltungen. Bei der Haema kämen zudem etwa zwei Drittel aller Neuspender aufgrund persönlicher Empfehlungen, sagte die Unternehmenssprecherin. Häufig spielten auch persönliche Erfahrungen im Bekannten- und Verwandtenkreis eine Rolle, etwa wenn Angehörige auf Spenden angewiesen seien.