Von Nachwuchsschwierigkeiten und fehlender Regionalattraktivität

Von Arlette Krickau

Magdeburg. "Sicherlich hatten wir uns als Landespolitiker mehr vorgestellt. Aber wenn man sieht, dass wir vorher fast nichts machen konnten, freuen wir uns schon über die wenigen Kompetenzen, die uns zugesprochen werden sollen", sagte Norbert Bischoff, Minister für Arbeit und Soziales in Sachsen-Anhalt bei einer Podiumsdiskussion. Das Motto "Landpartie für Ärzte - (k)einer kommt mit?" war der Aufhänger des Abends und beschäftigte sich mit dem neuen Versorgungsgesetzt der Bundesregierung, dass die ärztliche Versorgung vor allem in den ländlichen Regionen sichern soll. In diesem Gesetzwurde den Ländern ein Mitberatungsrecht bei den Beratungen des Bundesausschusses eingeräumt.

Bischoff zeichnete ein Bild des Ärztesituation in Sachsen-Anhalt zu, die sich seiner Meinung nach spezieller gestaltet als in anderen Länder. "Betrachtet man die Zahlen, so gab es im Jahr 1990 in Sachsen-Anhalt
6700 Ärzte. 2011 liegen wir bei 8100. Daher können wir wohl nicht wirklich von einem Ärztemangel sprechen. Bei uns liegt das Problem mehr im zunehmenden Alter und der Verteilung unserer Ärzte."

Ebenfalls in diese Richtung argumentierte Dr. Burkhard John, Vorsitzender der kassenärztlichen Vereinigung und fasste dabei das Thema Nachwuchs auf, der wie bei so vielen anderen Branchen fehlt. "Wirt haben keinen generellen Ärztemangel, sondern einen Mangel in bestimmten Fachrichtungen wie Augen- oder Hausärzten. Der Nachwuchs geht selten in diese Richtungen, sondern spezialisiert sich zunehmend. Das ist auch nötig. Doch hinterlässt es dann eben ein Loch in anderen Richtungen."

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