Magdeburg (dpa) l Kein Tropfen Regen – und die Waldbrandgefahr steigt: Damit an den Feiertagen nichts Schlimmes passiert, werden die traditionellen Osterfeuer vielerorts untersagt.

Auch keine Feuerschalen

In Sachsen-Anhalt teilte nach Stendal auch die Stadt Zeitz südlich von Halle (Saale) mit, dass dort keine Osterfeuer erlaubt sind. Die Zeitzer Stadtverwaltung rief die Bürger sogar dazu auf, mit Blick auf die Gefahren auch auf kleinere Feste an Feuerschalen zu verzichten.

In Stendal sind auch alle bereits genehmigten Feuer verboten worden. Grund dafür ist die anhaltende Trockenheit im gesamten Landkreis Stendal. Von Donnerstag an gilt dort die zweithöchste Waldbrandstufe 4. Auch im Jerichower Land wurde sie ausgerufen. Ob auch weitere Kommunen mit hoher Waldbrandgefahr die traditionellen Osterfeuer verbieten, war am Freitag noch unklar.

Im Rest des Landes wird die Gefahr als niedriger eingeschätzt. Mittlere Gefahr herrscht in Anhalt-Bitterfeld, Dessau-Roßlau, oder im Kreis Wittenberg. Im Harz hat die Nationalparkverwaltung zu besonderer Aufmerksamkeit bei Waldspaziergängen aufgerufen. Vielfach liege auf den Böden noch abgetrocknetes Laub vom Vorjahr, was die Brandgefahr erhöhe. In vielen Regionen Mittel- und Ostdeutschlands hatten die Wälder bereits im Vorjahr schwer unter monatelangem Regenmangel gelitten. Meteorologen erwarten auch zum Auftakt der Ostertage zumeist sonniges, warmes und trockenes Wetter. In weiten Teilen der ostdeutschen Länder haben die Behörden die höchste oder die zweithöchste Stufe der Waldbrandgefahr, also 4 oder 5, ausgerufen. Zum Beispiel in Sachsen: Nach Torgau, Taucha und Schkeuditz untersagte am Donnerstag auch Bad Düben offene Feuer.

Ähnlich ist es in Brandenburg. So dürfen in der Fontanestadt Neuruppin von Gefahrenstufe vier an keine Feuer gezündet werden. Auch in Fürstenberg/Havel nördlich von Berlin oder in Lübben im Spreewald wurden dieses Jahr Feuer abgesagt.