Magdeburg l Quedlinburg macht es seit langem vor. Jedes Jahr im Dezember wird das Fachwerkensemble der Altstadt zu einem einzigen Adventsmarkt. Tausende Besucher bummeln durch malerische Gassen – und können in mehr als 20 offene Höfe einkehren.

Diesen Trend haben auch andere für sich entdeckt. So die alte Kaiserstadt Tangermünde an der Elbe. Erstmals findet der Budenzauber am Fuße der imposanten Kirche St. Stephan statt. Dazu öffnen acht Höfe ihre Türen für Besucher. Für mittelalterliches Flair sorgen nicht nur die Kulisse der Burganlage, es gibt auch echtes Tangermünder Bier. Die jüngst eröffnete Brauerei der Stadt lädt zur ersten Brau-Weihnacht ein.

Ein wenig kleiner, aber nicht weniger adventlich lockt Barby (2. und 3. Dezember) zum Bummel über lichtgeschmückte Höfe. Erstmals werden 2017 sieben Höfe teilnehmen, darunter einer der örtlichen Kita.

Auch Halberstadt (1. bis 3. Dezember) lädt mit festlich geschmückten Höfen ein. Mehr als 20 sind es in diesem Jahr. Als Attraktion in der Domstadt gilt daneben vor allem die Domweihnacht vom 1. bis 10. Dezember. Am 8. Dezember steigt eine Feuershow.

Adventsspaziergang in Wörlitz

Viele Märkte in Sachsen-Anhalt finden zudem rund um Schlösser, Burgen oder Klöster statt. Auch sie sind eine längere Anreise wert. Ein Geheimtipp steigt bereits am kommenden Wochenende (1. bis 3. Dezember). Die Stadt Oranienbaum-Wörlitz lädt zum ersten Advent in Wörlitz ein. Vor allem Kulturliebhaber dürften auf ihre Kosten kommen. Geplant sind mehrere Konzerte, eine Adventswanderung mit Fürst Franz oder ein abendliches Kamingrillen. Mehr als 50 Händler bauen zudem ihre Stände auf dem Gelände auf. Im Garten der Luisenschule erwartet die kleinsten Gäste ein Märchenland.

Märchenhaft soll es auch in der Harzstadt Blankenburg zugehen. Dort findet vom 1. bis 3. Dezember die Blankenburger Schlossweihnacht statt. Das Besondere: Mitglieder des Vereins „Schloss Blankenburg“ richten den Markt komplett ehrenamtlich aus. Einnahmen fließen in die Sanierung des Schlosses. Besucher dürfen sich nicht nur auf die romantisch erleuchtete Schlosskulisse freuen, es gibt Glühwein, Waffeln, Fotoaktionen und Musik. Ein Höhepunkt ist ganz sicher der Auftritt des international renommierten Rundfunk-Jugendchores Wernigerode. Er findet am 2. Dezember um 17 Uhr statt.

Romantisch geht es auch im Kloster Jerichow zu. Es liegt gegenüber von Tangermünde an der Ostseite der Elbe. Am 1. Dezember von 10 bis 18 Uhr laden die Veranstalter hier zum Adventsmarkt auf dem Kreuzgang ein. Das einstige Kloster hat eine lange Geschichte. Schon 1144 wurde es errichtet. Der Adventsmarkt steht dann auch im Zeichen der christlichen Tradition. Mit einem Gottesdienst in der Klosterkirche wird er um 10.15 Uhr eröffnet. Wer Weihnachtsklänge in hohen Gewölben liebt, sollte danach sitzen bleiben. Es folgt eine Matinee des Jerichower Gospelchores mit adventlichen Liedern. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwei Euro, Kinder dürfen kostenlos hinein.

Altes Handwerk in Diesdorf

Liebhaber alter Kirchen kommen auch in Leitzkau auf ihre Kosten. Dort laden die Veranstalter am 3. Dezember von 10 bis 18 Uhr zum Adventsmarkt in der romanischen Basilika ein. An liebevoll dekorierten Ständen bieten Handwerker aus der Region Unikate aus Filz, Seide oder Straußenprodukte.

Wer historisches Handwerk mag, ist im altmärkischen Diesdorf richtig. Dort öffnet vom 16. bis 17. Dezember der Historische Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum. Zwischen Livemusik können Besucher Handwerks-Vorführungen bestaunen. Für Kinder gibt es Mitmachaktionen, etwa eine Holzwerkstatt.

Für jeden etwas bieten schließlich die beiden großen Städte Magdeburg (27. November bis 30. Dezember) und Halle (28. November bis 23. Dezember). Vom Rummel übers Schlemmen bis zum Shopping – für jeden ist hier gesorgt. Allein Magdeburg lockt dabei mit 125 Buden, Karussells und Ständen. Highlight neben Kaiser-Otto-Pfalz und Eislaufbahn in diesem Jahr: Das neue Restaurant Kaminstübchen.