statistisches bundesamt

Weniger Kinder in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr geboren

In Sachsen-Anhalt sind 2020 weniger Kinder geboren worden als im Jahr zuvor.

Von dpa
Die Füße eines Babys sind in einem Kinderbett zu sehen.
Die Füße eines Babys sind in einem Kinderbett zu sehen. Fabian Strauch/dpa/Archivbild

Magdeburg/Wiesbaden - Damit trug das Bundesland zum Trend im Osten Deutschlands bei: Erstmals seit 2008 war die Zahl der geborenen Kinder pro Frau im Osten (ohne Berlin) niedriger als im Westen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Demnach kamen in Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr 1,55 Kinder auf eine Frau (1,56 im Vorjahr). Bezogen auf die neuen Bundesländer exklusive der Hauptstadt lag die Geburtenziffer 2020 bei 1,54, im Westen bei 1,55.

Insgesamt wurden in Sachsen-Anhalt 2020 demnach 16 113 Kinder geboren, rund 500 weniger als im Jahr zuvor. Das durchschnittliche Alter der Mütter bei der Geburt sei von 30,6 auf 30,7 gestiegen.

Nachdem die Geburtenziffer im Osten nach der Wiedervereinigung deutlich abgenommen habe, sei sie ab Mitte der 1990er Jahre bis 2016 fast kontinuierlich gestiegen, erklärten die Statistiker. Das Niveau im Westen habe sie im Jahr 2008 überschritten. Seit 2016 habe die Geburtenziffer zwar deutschlandweit abgenommen, im Osten sei der Rückgang aber stärker gewesen als im Westen.

Auch deutschlandweit sind weniger Kinder im vergangenen Jahr geboren worden. 2020 zählte das Bundesamt 773 144 Neugeborene und damit etwa 5000 Babys weniger als 2019. Die Geburtenziffer sei geringfügig gesunken auf 1,54 Kinder je Frau. Sie sei das vierte Jahr in Folge niedriger geworden.