Magdeburg l Der Sachsen-Anhalt-Slogan „Wir stehen früher auf“ ist der SPD seit langem ein Dorn im Auge. Landeschefin Katrin Budde nutzt den Neujahrsempfang der Partei, für griffigen Ersatz zu werben. „Selbstbewusst, pfiffig, sympathisch, leidenschaftlich – so sollte unser Land daherkommen“, erklärt Budde. Sogleich ruft sie zum Wettbewerb der SPD um einen neuen Slogan auf. Jeder sei herzlich eingeladen, kreativ zu werden und sich mit einem Vorschlag zu beteiligen.

Eine attraktivere Landeswerbung ist nur ein Punkt auf der Wunschliste für 2016, die die SPD-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im Magdeburger Kulturwerk „Fichte“ offeriert. Ganz oben steht, dass sich die Gesellschaft durch die Flüchtlingsfrage nicht weiter spaltet. „Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass nach einer Meinungsäußerung von mir jemand auf Facebook meine baldige Hinrichtung fordert,“ erklärt Budde.

Auch sie wünsche sich, dass weniger Flüchtlinge ins Land kämen, „aber nicht dadurch, dass wir die Grenzen wieder errichten“. Sondern dadurch, dass Syrien und anderen Konfliktregionen Tore zum Frieden und zur Aussöhnung aufgestoßen werden würden.

Für den Urnengang am 13. März wünscht sich Budde ein „Feuerwerk der Wahlbeteiligung“ – vor allem als „Stoppsig- nal gegen Rechtspopulismus und Rassismus“.

Wenn die SPD-Chefin das Nullwachstum im Land brandmarkt, ist das ein Seitenhieb auf den Koalitionspartner, ohne die CDU explizit zu nennnen. Sie will zurück zu aktiver Investionspolitik. „Wir müssen den Aufbau einer Wirtschaftsstruktur unterstützen, die weniger anfällig ist und Wachstumsmöglichkeiten bietet.“ Wie das aussehen soll, erklärt sie allldings nicht.

Zwei klare Kampfziele formuliert sie jedoch: „Wir müssen dem Billiglohnland Sachsen-Anhalt ein Ende setzen.“ Und für die Kita-Gebühren „Wenn die Höhe des Kindergeldes erreicht ist, ist Schluss.“