Magdeburg (dpa/tn) l "Ab Sonntag wird es chaotisch mit sehr viel Schnee und Schneeverwehungen", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag. Grund hierfür ist eine Luftmassengrenze, welche auf ihrer Nordseite viel Niederschlag in Form von Schnee mit sich bringen kann. Nach aktuellem Stand kommt der Neuschnee vor allem in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und der Lausitz runter. Aber was bedeutet das konkret für Sachsen-Anhalt?

Eines vorweg: 50 Zentimeter Neuschnee sind nach aktuellen Wettermodellen äußert unwahrscheinlich und maximal in Verbindung mit Schneewehen möglich. Trotzdem muss über das Wochenende mit bis zu 30 Zentimetern Neuschnee gerechnet werden - in einzelnen Lagen sind sogar bis zu 40 Zentimeter Neuschnee möglich.

Vom späten Freitagnachmittag bis Samstagvormittag muss vor allem im Harz, der Börde, dem Salzlandkreis, der Altmark und Magdeburg mit leichtem Schneefall gerechnet werden. Ob der Schnee hier schon liegen bleibt, kommt auf die örtlichen Gegebenheiten an. In der Nacht zu Samstag muss vor allem im Südharz und rund um Halle mit Eisregen und Blitzeis gerechnet werden.

Ab Samstagnachmittag entwickeln sich die durch die Luftmassengrenze begünstigten Schneefälle vom Süden Sachsen-Anhalts in Richtung Norden. Innerhalb von zwölf Stunden bildet sich vor allem im Harz und der Mitte des Landes eine Schneedecke von bis zu 15 Zentimetern. Hier gehen die Berechnungen der einzelnen Wettermodelle weit auseinander. Bis in die späte Nacht muss mit weiterem Neuschnee gerechnet werden. Hier sind laut Berechnungen von Kachelmannwetter.com (Stand:05.02.2021/9.00 Uhr), je nach Lage, weitere zehn Zentimeter oder punktuell mehr Neuschnee drin. Durch starken Ostwind werden Schneeverwehungen zudem begünstigt.

Allerdings warnen die Wetterexperten auch davor, dass es bei der Berechnung der Neuschneemassen immer wieder zu Unsicherheiten kommen kann. Fest steht zumindest, dass Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wie zuerst durch diverse Meteorologen prognostiziert, von 50 Zentimetern Neuschnee verschont bleiben werden. Fest steht allerdings auch, dass unnötige Fahrten am Wochenende vermieden werden sollten. Die Gefahr durch Schneebruch ist nicht zu unterschätzen.

Auch in Sachen Temperatur macht sich die Luftmassengrenze bemerkbar. Während im Norden Deutschlands die Thermometer zum Großteil nicht über die 0-Grad-Marke hinaus kommen, sind in den Alpen bis zu Grad 16 Celsius drin. Ab Montag fallen die Temperaturen nach derzeitigem Stand wieder in den zweistelligen Minusbereich.