In Sachsen-Anhalt und Sachsen werden von Experten fast zwölf Prozent aller Betriebe als pleitegefährdet eingestuft. Viele von ihnen gehören auch hierzulande zur Automobilindustrie.

Die Branche leidet bekanntermaßen unter der monatelangen Dieseldebatte und sinkender internationaler Nachfrage. Der Wandel zur Elektromobilität macht viele Produkte und Dienstleistungen, auf die Autozulieferer spezialisiert sind, schlichtweg überflüssig. Oder erfordert neue Komponenten, die durch die bisherigen Firmen aber nicht hergestellt werden.

Das wird sich vor allem im kommenden Jahr auswirken, prognostiziert nicht nur Insolvenzverwalter Lucas Flöther. Dass es so lange gutgegangen ist, dürfte wohl an der brummenden Konjunktur und den niedrigen Zinsen gelegen haben.

Natürlich ist das Grund zur Sorge auch um die betroffenen Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Positiv beeinflussen lässt sich diese Entwicklung regional leider nur wenig.