Wohlfahrtsverbände fordern Einhaltung von Wahlrecht

Von dpa
Mehrere Bobbycars stehen auf dem Spielplatz eines Kindergartens.
Mehrere Bobbycars stehen auf dem Spielplatz eines Kindergartens. Christian Charisius/dpa/Symbolbild

Halle/Magdeburg - Die Wohlfahrtsverbände in Sachsen-Anhalt fordern mancherorts eine bessere Umsetzung des gesetzlich garantierten Wunsch- und Wahlrechts der Eltern in der frühkindlichen Bildung. Im Land gebe es die Gefahr, dass eine unterschiedliche Qualitätsentwicklung „nach Kassenlage der Kommunen“ die vom Land verbindlich geregelten Standards unterlaufen könnte, teilte die Diakonie Mitteldeutschland am Freitag in Halle mit. Vor wenigen Tagen hatte die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt ein entsprechendes Positionspapier veröffentlicht.

Von insgesamt 1800 Kindertagesstätten sind den Angaben zufolge 995 Einrichtungen und damit mehr als 55 Prozent in kommunaler Hand. Der Anteil freier Träger liege damit in Sachsen-Anhalt weit unter dem Bundesdurchschnitt, heißt es in der Mitteilung. „Trägervielfalt, überprüfbare Standards, Kostentransparenz und konstruktive Verhandlungen - das sind die Zutaten für ein Bildungsangebot, dass Familien in Sachsen-Anhalt wirklich unterstützt“, sagte Christoph Stolte, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Mitteldeutschland, der auch Vorsitzender der Liga der Freien Wohlfahrtspflege ist.