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Proteste im Land Zahl der Corona-Demonstranten in Sachsen-Anhalt hat sich verdoppelt

Laut des Innenministeriums sind am Montagabend fast doppelt so viele Menschen auf die Straße gegangen als noch am Montag vor einer Woche. Insgesamt sollen rund 14.000 Menschen an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen teilgenommen haben.

14.12.2021, 17:20
Gegendemonstranten bilden mit einem Absperrband eine Menschenkette und gehen vor dem Landtag an einer Ansammlung von Menschen vorbei, die sich auf dem Domplatz in Magdeburg versammelt haben, um gegen die Corona-Maßnahmen in Sachsen-Anhalt zu protestieren.
Gegendemonstranten bilden mit einem Absperrband eine Menschenkette und gehen vor dem Landtag an einer Ansammlung von Menschen vorbei, die sich auf dem Domplatz in Magdeburg versammelt haben, um gegen die Corona-Maßnahmen in Sachsen-Anhalt zu protestieren. Foto: dpa

Magdeburg/dpa - In Sachsen-Anhalt haben nach Angaben des Innenministeriums am Montagabend rund 14.000 Menschen an Protesten gegen die Corona-Maßnahmen teilgenommen. Das seien fast doppelt so viele wie am Montag vor einer Woche gewesen, teilte das Ministerium am Dienstag mit. In Magdeburg hätten sich demnach 3.500 Menschen beteiligt, in Wittenberg waren es 2.000 und in Halberstadt gingen 1.500 Protestierende auf die Straße. Rund 35 Demonstrationen gab es demnach im Land, wovon rund die Hälfte angemeldet war.

Der überwiegende Teil der Teilnehmer der Demos ist laut Innenministerium als bürgerlich zu bezeichnen. "Ausnahmen bildeten Halberstadt, Magdeburg, Halle und Genthin, wo sich auch Mitglieder der gewaltbereiten Fußballfanszene sowie Rechtsextremisten unter die Versammlungen mischten", hieß es weiter. Laut Verfassungsschutz seien die Rechtsextremisten den Spektren rechtsextremistischer Parteien, der neonazistischen und subkulturellen Szene zuzuordnen.

Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) appellierte daher: "Ich bitte alle friedlichen Demonstranten erneut darum, sich von gewaltbereiten und von rechtsextremistischen Teilnehmern fernzuhalten, sich nicht instrumentalisieren zu lassen – und die kommenden Demonstrationen anzumelden." So könne ein friedlicher Ablauf von Demonstrationen gewährleistet werden.

Abgesehen von einzelnen Ausnahmen liefen die Versammlungen am Montag laut Ministerium weitgehend störungsfrei ab. Insgesamt wurden demnach 25 Ermittlungsverfahren eingeleitet, vor allem wegen Verstößen gegen das Landesversammlungsgesetz. Vereinzelt seien auch Strafverfahren eingeleitet worden, etwa wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung. Die Straftaten wurden vor allem in Magdeburg und Halberstadt, aber auch in Halle und in Genthin festgestellt.