Zahl der Covid-Intensivpatienten steigt

Jens Büttner dpa-Zentralbild

Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt steigt die Zahl der Covid-Patienten, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen. Am Dienstag wurden 165 Männer und Frauen wegen einer Corona-Infektion intensivmedizinisch betreut, wie das Sozialministerium mitteilte. 91 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Vor einer Woche waren 128 Intensivbetten mit Covid-Patienten belegt, von denen 69 künstliche Beatmung brauchten. Gerade im Süden stießen die Kliniken an ihre Grenzen, sagte die Amtsärztin des Burgenlandkreises, Ina Schmidt.

So gebe es in ihrem Kreis nur noch wenige Plätze für Covid-Patienten, auch abseits der Intensivstation. Die Kliniken koordinierte untereinander die Verlegung in weniger belastete Einrichtungen, vor allem im Norden Sachsen-Anhalts, sagte Schmidt. Am Montag hatte bereits Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) berichtet, dass sich die Lage in den Krankenhäusern im Raum Halle zuspitze.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums steigt die Zahl der Corona-Toten weiterhin deutlich, während die Zahl der nachgewiesenen aktiven Fälle sinkt. Von Montag auf Dienstag wurden 31 Sterbefälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, die meisten aus dem Kreis Stendal (8 Fälle) und dem Saalekreis (7). Gleichzeitig wurden 571 neue positive Corona-Testergebnisse binnen eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Pandemie im Frühjahr steckten sich damit nachweislich knapp 28 600 Sachsen-Anhalter an. Die Zahl der aktiven Fälle sank hingegen von 7035 auf 6969. Binnen einer Woche steckten sich nachweislich 197 von 100 000 Sachsen-Anhaltern mit dem Virus an - der Wert ging damit den sechsten Tag in Folge zurück.