Magdeburg (vs) l Sonnabend (8. Februar) ist der erste Ferientag für knapp 200.000 Schüler in Sachsen-Anhalt. Am Freitag gab es die Halbjahreszeugnisse. Wahrscheinlich war das nicht für alle Schüler ein Grund zum Feiern.

Unsere Politik-Elite im Land kann man dagegen getrost als Schulstreber bezeichnen. Ministerpräsident Reiner Haseloff hatte 1972 ein Zeugnis zum Angeben: Alles Einsen stehen auf seinem Abitur. Weil Haseloff damals die Jugendweihe verweigert hatte, durfte ihm im beim Notenschnitt kein Patzer passieren, sonst hätte es mit dem Studium vielleicht nicht geklappt.

Bildungsminister Marco Tullner dagegen glänzte 1981 mit sympathischem Mittelmaß: Er hatte mehr Zweien als Einsen auf seinem Zeugnis, nur in Sport gab es auch eine drei. Das konnte er aber sicher mit seiner Arbeit als Gruppenratsvorsitzender wieder ausgleichen. Eltern rät er im Umgang mit Zeugnissen der Kinder, gelassen zu bleiben.

Und Volksstimme-Chefredakteur Alois Kösters? „Bis zur sechsten Klasse gab es nur Einsen und Zweien. Etwa ab dem 14. Lebensjahr traten dann stärker schulferne Themen in mein Leben", sagt er selbstkritisch.