Magdeburg l Zu zwei Unfällen ist es am Dienstagabend auf der Autobahn 2 bei Magdeburg gekommen. Zunächst fuhr gegen 21.30 Uhr nahe der A2-Anschlussstelle Magdeburg-Kannenstieg ein Pkw aus noch ungeklärter Ursache auf einen Kleintransporter auf. Dabei wurde niemand ernsthaft verletzt. Ursache für den Zusammenprall soll ein Fahrspurwechsel gewesen sein, so die Autobahnpolizei vor Ort.

Wegen der Bergungsarbeiten bildete sich ein kilometerlanger Stau. An dessen Ende raste ein Lkw auf einen 95 Tonnen schweren Schwerlasttransporter. Der Aufprall war so stark, dass das Begleitfahrzeug nach links geschleudert wurde und zum Stehen kam. Daraufhin fuhr der polnische Sattelzug auf dem Schwerlasttransport auf und blieb auf dem rechten und mittleren Fahrstreifen stehen. Vor dem Aufprall rammte der Laster noch den Schilderwagen des Konvois. Dabei wurde das Führerhaus des Lkw, der Schilderwagen und der Auflieger des Schwerlasters beschädigt.

 

Wie durch ein Wunder wurde nur der Fahrer des begleitenden Schilderwagens leicht verletzt. Er kam mit einem Schock zur Untersuchung ins Krankenhaus. Bernd Lehmann, Leiter der Begleitfahrzeuge, kennt die Gefahren seiner Branche: „Die Lkw-Fahrer müssten viel mehr geschult werden, um zu erfahren, was wir überhaupt machen. Und ich bin für andere Sondersignale, denn die gelben Rundumleuchten werden nicht mehr für voll genommen. Wir leben sehr gefährlich."

Auch die Feuerwehrleute waren verärgert. So berichtete Einsatzleiter Matthias Lange von der Feuerwehr Ebendorf, dass die Rettungsgasse wieder nur teilweise funktionierte. "Unsere ersten Kräfte aus Ebendorf und der Rettungsdienst kamen noch ohne größere Probleme durch", so der Feuerwehrmann. "Doch dann haben die Autofahrer die Rettungsgasse wieder verschlossen." Das erlebten die Feuerwehrleute auf der A2 immer wieder.