Magdeburg (dpa/sa) - Nach dem überraschenden 2:1 beim Hamburger SV will Fußball-Zweiligist 1. FC Magdeburg nachlegen und den Sensationserfolg mit dem zweiten Heimsieg der Saison veredeln. Dafür muss die Elf von Trainer Michael Oenning am Samstag den SV Darmstadt 98 (13.00 Uhr/Sky) bezwingen. Gelingt das nicht, ist der emotionale Triumph beim HSV nur halb so viel wert. "Wir werden hier zu Hause, gerade mit dem Sieg im Rücken, so weitermachen. Die Mannschaft will sich beweisen. Ich hoffe, dass es gegen Darmstadt gelingt", sagte Oenning am Donnerstag.

Nach dem Montagsspiel in Hamburg war nur wenig Zeit zur Regeneration. "Einige Spieler hatten leichte Blessuren. Giorgi Loria ist auf dem Weg der Besserung und wird heute wieder trainieren. Michel Niemeyer hat einige Probleme mit dem Knie", sagte Oenning, der auch schon eine Grundformation für das richtungsweisende Duell gegen den Tabellen-13. Darmstadt im Kopf hat. Dabei drohen gleich mehreren seiner Spieler Gelbsperren. "Ich bin froh, dass ich dafür andere Jungs reinwerfen kann. Ich weiß von jedem, was ich bekomme", erklärte der Coach.

Bei 27 Punkten und noch sechs Saisonspielen ist für die Magdeburger jedes Duell quasi ein Endspiel. Der FCM steht auf dem Relegationsplatz, der Vorsprung zum Vorletzten Duisburg beträgt vier Zähler, zum Letzten Ingolstadt sind es fünf. "Gegen Darmstadt wird es ein anderes Spiel. Wir wissen, was wir draufhaben und wollen es zu Hause umsetzen", sagte Philip Türpitz, der in Hamburg in der Nachspielzeit für den Siegtreffer gesorgt hatte.

Die Darmstädter rangieren mit 33 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. "Wir haben die große Chance, den Abstand auf Darmstadt auf nur noch drei Punkte zu verkürzen. Auch für sie würde es dann in der Tabelle plötzlich wieder eng werden. Diese Chance wollen wir nutzen", sagte Manager Mario Kallnik vor dem richtungsweisenden Duell der "Magdeburger Volksstimme".

Auch die Mannschaft weiß um die Bedeutung der Partie. Dennis Erdmann nimmt sich und seinen Kollegen in die Pflicht. "In Hamburg kann jede Mannschaft gut spielen. Gegen Darmstadt gilt es aber, da müssen wir kämpfen. Für mich zählt nur Vollgas", sagte der Innenverteidiger. "Jetzt muss es weitergehen. In den vergangenen Monaten haben wir zu viele Punkte liegengelassen." Denn der FCM hatte schon mehrfach in der Rückrunde die Chance, den Rückstand auf die vor ihm liegenden Kontrahenten zu verringern. Doch gegen Duisburg (0:1), Sandhausen (0:1) und Dresden (1:1) gelang das nicht.

In Hamburg brachten die Magdeburger erstmals in diesem Kalenderjahr defensive Stabilität, offensiven Druck und gute Chancenverwertung zusammen. Daran gilt es anzuknüpfen. Auch die Rückkehr von Kapitän Christian Beck nur fünf Wochen nach seinem Jochbein- und Augenhöhlenbruch hatten für den erhofften Offensivimpuls gesorgt.

Die Darmstädter haben 2019 bereits 14 Punkte geholt, dabei unter anderem wie der FCM beim HSV in letzter Minute gewonnen. Magdeburg hat gegen den Ex-Erstligisten durchaus etwas gut zu machen, denn in dieser Saison gab es in Pokal (0:1) und Liga (1:3) zwei Niederlagen. Für die heimschwachen Bördeländer könnte die Auswärtsschwäche der "Lilien" sprechen: Denn der Sieg beim HSV ist bisher der einzige Auswärtserfolg der Darmstädter in diesem Jahr.

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