Heidenheim (dpa/sa) - Die Leistung stimmte weitestgehend, das Ergebnis nicht. Nach der herben 0:3 (0:2)-Pleite beim 1. FC Heidenheim versuchte Magdeburgs Trainer Jens Härtel die positiven Aspekte in den Mittelpunkt zu stellen. "Es gibt definitiv ein Missverhältnis zwischen Ergebnis und Spiel. Wir haben dem Team gesagt, dass es ein tolles Auswärtsspiel war, denn sie hat in der zweiten Hälfte gegen gute Heidenheimer eine gute Balance gefunden", resümierte Härtel.

Doch der Druck steigt weiter, zumal schon im Vorfeld die Vereinsbosse diesen erhöht hatten, da sie mit der Punkteausbeute alles andere als zufrieden sind. Nach der dritten Niederlage ist der Aufsteiger 15. in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga.

In Heidenheim ließ die Härtel-Elf, die zuvor fünf Partien ungeschlagen geblieben war, seine Kaltschnäuzigkeit vermissen. "Meine Mannschaft macht wenige Fehler und Heidenheim nutzt diese. Im zweiten Durchgang präsentieren wir unzählige Chancen, am Ende bestraft uns ein komischer Elfmeter. Das hat die Mannschaft nicht verdient", sagte Härtel frustriert.

Vor 11 000 Zuschauern in der Voith-Arena brachte Sebastian Griesbeck (19.) die Gastgeber in Führung, Nikola Dovedan (43.) erhöhte vor der Pause. Nach dem Wechsel spielte und stürmte nur noch Magdeburg, doch Zählbares sprang nicht heraus. In der Nachspielzeit foulte Tobias Müller Dovedan im Strafraum und musste mit Gelb-Rot vom Platz. Den fälligen Elfmeter nutzte Marc Schnatterer zum Endstand.

"Man fühlt sich wie im falschen Film. Wir haben uns sehr viele Chancen erarbeitet, haben jedoch kein Tor geschossen. Das müssen wir aufarbeiten und uns heute ankreiden lassen", meinte Philip Türpitz enttäuscht: "Das Ergebnis spiegelt das Spiel nicht wieder."

Die Partie begann ausgeglichen, Magdeburg verteidigte sicher und setzte die Heidenheimer früh unter Druck. Dementsprechend fahrig wirkte das Aufbauspiel der Gastgeber. Torchancen waren allerdings selten, da auch der FCM sich im gewohnten 3-4-3 einmal mehr schwertat, den Ball in die gefährlichen Zonen zu bringen. Eine der wenigen Gelegenheiten verwandelte Griesbeck (19.) nach Zuspiel von Dovedan. Unmittelbar zuvor hatte der FCM die beste Gelegenheit zur Führung gehabt und war dann in einen Konter gelaufen.

Nach dem Gegentor veränderte der FCM seine Spielweise nicht, sondern spielte geduldig weiter. Chancen zum Ausgleich waren da, aber Türpitz' Kopfball (24.) ging knapp am Tor vorbei. Und auch Christian Beck (38.) verpasste eine Flanke von Nils Butzen gerade so. Dann wurde es bitter für Magdeburg: Schnatterer flankte freistehend von rechts auf Dovedan, der zum 2:0 traf, allerdings bei der Flanke im Abseits stand.

Nach der Pause agierte nur noch Magdeburg. Umgestellt auf Viererkette produzierten die Elbestädter zahlreiche Torchancen und rissen die Partie komplett an sich. Aber die Bälle waren entweder zu unplatziert oder der klasse aufgelegte Heidenheimer Torwart Kevin Müller parierte.

Die Frage bleibt, warum der Club nicht von Beginn an mit Viererkette aufgelaufen ist, die deutlich bessere Offensivaktionen ermöglichte. Gegen den Hamburger SV wird Magdeburg am Freitagabend mutiger agieren müssen, damit endlich der erste Heimsieg gelingt. Hier sollte die Viererkette auch eine Option sein, denn mit Müller (Gelb-Rot) und Dennis Erdmann (5. Gelbe) fallen gleich zwei Innenverteidiger aus.

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