Magdeburg (dpa/sa) - Zehn Jahre nach dem verheerenden Erdrutsch von Nachterstedt soll voraussichtlich in diesem Monat mehr Klarheit darüber bestehen, ob der gesperrte Concordia See teilweise wieder freigegeben werden kann. Nach derzeitiger Planung werde das Landesamt für Geologie und Bergwesen Mitte Juni eine Entscheidung treffen, teilte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Magdeburg am Mittwoch mit. Der rund 350 Hektar große See ist nach Angaben der Stadt Seenland (Salzlandkreis) für jegliche touristische Nutzung gesperrt. Baden und das Betreten des Geländes seien verboten, heißt es auf der Internetseite der Kommune.

Bei dem Erdrutsch im Juni 2009 waren nach bisherigen Angaben 4,5 Millionen Kubikmeter Erdreich am Concordia See abgerutscht. Mehrere Häuser stürzten in die Tiefe. Drei Menschen starben. Der See war nach 1990 aus einem früheren Braunkohletagebau entstanden, indem das riesige Loch geflutet wurde. Nach Angaben des Bergbausanierers LMBV (Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH) ist die Sanierung am Concordia See weiter fortgeschritten. Nach dem Erdrutsch 2009 waren dort 2016 weitere Erdmassen ins Rutschen gekommen. Der Fahrer eines Baufahrzeugs konnte sich retten.

Angaben LMBV zu Concordia See

Stadt Seenland zu Concordia See