Magdeburg (dpa/sa) - 23 weitere Menschen sind in Sachsen-Anhalt im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag außerdem 556 neue Infektionen. Das waren deutlich mehr als am Montag (394). Über die Feiertage hatte es aber weniger Tests gegeben, außerdem wurden nicht alle Ergebnisse sofort weitergeleitet. Auch die Zahl der Patienten mit schweren Verläufen stieg: 211 Covid-19-Patienten lagen am Dienstag auf einer Intensivstation (+5), 118 wurden beatmet (+6).

Besonders schnell breitet sich das Virus momentan im Landkreis Mansfeld-Südharz aus. Von 100 000 Einwohnern steckten sich dort in den vergangenen sieben Tagen nachweislich 349,8 mit dem Virus an. In allen anderen Kreisen des Landes lag dieser Wert am Dienstag unter 300, am niedrigsten in der Landeshauptstadt Magdeburg (69,5).

Bund und Länder diskutierten am Dienstagnachmittag über das weitere Vorgehen in der Krise. Im Raum stand eine Verlängerung der bisherigen Einschränkungen und Verschärfungen in Hotspots mit mehr als 200 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Diesen Wert überschritten in Sachsen-Anhalt am Dienstag acht der 14 Landkreise und kreisfreien Städte.