Halle (dpa) - Der Vorstand des Drittligisten Hallescher FC sieht einen Abbruch der Saison aufgrund der Coronavirus-Krise für alternativlos und fordert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum konsequenten Handeln auf. "Dieses "Hin und Her", diese Salamitaktik, all die Theorien und Eventualitäten sind in den vergangenen Tagen zu Recht kritisiert worden. Der DFB sollte nun für klare Aussagen sorgen", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung am Sonntag. "Wir sehen zum Abbruch der Saison in der 3. Liga keine Alternative."

Am Sonntag war bekannt geworden, dass HFC-Präsident Jens Rauschenbach an Covid-19 erkrankt ist. Dem Unternehmer gehe es den Umständen entsprechend gut. Rauschenbach wird am Drittliga-Gipfel am Montag zwischen Clubs und DFB per Videoschalte teilnehmen.

Der Vorstand des abstiegsbedrohten Vereins begründet seine Forderung damit, dass es momentan wichtigere Dinge als Fußball gebe. "Wir befinden uns nach Aussage der Experten erst am Anfang einer Pandemie mit vielen Infizierten und mit weiteren Todesopfern. Dies wird unserer Gesellschaft viel abverlangen und fordert von uns Allen, unsere Mitmenschen und besonders die Alten und Kranken in unserer Gesellschaft zu schützen", teilte der Club mit. "Leider ist zu befürchten, dass die wirtschaftlichen Interessen Einzelner und reine Vermarktungsfragen das wesentliche Entscheidungskriterium darstellen."

Erklärung des HFC-Vorstands