Magdeburg (dpa/sa) - Sachsen-Anhalt ist für Filmproduzenten ein beliebter Drehort. Seit 1999 seien im Land rund 300 Filmprojekte entstanden, sagte Kulturminister Rainer Robra (CDU) am Dienstag. Vor allem im Harz mit seinen Wäldern und historischen Fachwerkstädten werde häufig gedreht. Zuletzt seien dort "Die kleine Hexe" nach dem Buch von Otfried Preußler und "Heidi" nach der Vorlage von Johanna Spyri gedreht worden.

Gemeinsam mit Sachsen und Thüringen fördert das Land Filmprojekte über die Mitteldeutsche Medienförderung (MDM). Sachsen-Anhalt werde seinen Finanzierungsbeitrag in diesem Jahr von 2,8 auf 3,1 Millionen Euro erhöhen, kündigte Robra an. Im vergangenen Jahr förderte die MDM Projekte mit insgesamt rund 15 Millionen Euro.

Auch für internationale Produktionen stehen Schauspieler in Sachsen-Anhalt vor der Kamera. Zuletzt hätten vor allem amerikanische Produzenten aber seltener angeklopft, sagte Robra. Es gebe eine große Konkurrenz, etwa durch Länder wie Australien, Kanada oder Frankreich. Die Förderung erfolge dort durch Steuernachlässe statt über eine direkte finanzielle Unterstützung - ein Modell, das Robra zufolge gerade amerikanische Produzenten bevorzugen.